Jeff Nichols hat für „Take Shelter“ nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben: Curtis LaForche (Michael Shannon) lebt mit seiner Frau Samantha (Jessica Chastain) und der gemeinsamen Tochter Hannah (Tova Stewart), die hörbehindert ist, in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Ohio. Die Eltern kommunizieren mit ihrem Kind via Gebärdensprache. Für die Firma, bei der das Familienoberhaupt arbeitet, nimmt er mit Hilfe schweren Geräts Bodenbohrungen vor. Eines Tages bemerkt Curtis LaForche, dass ein Sturm aufzieht. Doch es bleibt nicht bei dem einen Mal. Allmählich fragt er sich, ob er das nur träumt, ob das nur ihm passiert: Es zieht bei jedem Mal nicht nur ein Sturm auf, sondern es regnet auch Öl; manchmal wird LaForche angegriffen, manchmal seine Tochter. Seine Mutter lebt aufgrund psychischer Probleme in einer Betreuungseinrichtung – hat er von ihr eine psychische Störung beziehungsweise Krankheit geerbt?
„Take Shelter“ von Jeff Nichols ist ein Film, der durch seine düstere und gleichzeitig beklemmende Atmosphäre äußerst spannend ist. Der Zuschauer fragt sich ständig, was im

nächsten Augenblick passieren wird. Außerdem wird ein Abbild des Zustands der derzeitigen US-amerikanischen Mittelschicht gegeben. Die beiden Hauptdarsteller, das Ehepaar LaForche, überzeugen zu jedem Zeitpunkt und haben auch mehrere Preise für ihre Leistung gewonnen, zum Beispiel jeweils einen Award der Toronto Film Critics Association.