Die Meinungen über „Feuchtgebiete“ gehen auseinander: Die einen finden den Inhalt des Buches prima, die anderen einfach nur ekelhaft. Seit Februar 2008 kann Charlotte Roches Millionenseller gekauft werden. Mehr als ein halbes Jahr war der Roman auf dem Spitzenplatz der Verkaufsliste zu finden.
Auf Wikipedia steht zum Inhalt: „Helen Memel ist 18 Jahre alt und liegt auf der proktologischen Abteilung eines Krankenhauses. Sie wartet darauf, dass sie wegen einer Analfissur, verursacht durch ihre Hämorrhoiden, operiert wird. Helen hegt die stille Hoffnung, dass ihre geschiedenen Eltern durch den Krankenhausaufenthalt der Tochter wieder zusammenfinden. Sie versucht, dies zu forcieren und ihren Krankenhausaufenthalt zu diesem Zweck zu verlängern, und berichtet von ihren bisherigen sexuellen Erfahrungen,

ihrer Einstellung zu Menstruationsblut, Urin, Eiter, Sperma, Smegma und von ihr angewendeten Selbstbefriedigungspraktiken. Nebenbei züchtet sie Avocados, deren Kerne sie auch in ihre Masturbation einbezieht. Sie flirtet mit dem Krankenpfleger Robin, der ihr beim Fotografieren der Fissur hilft. Als sie sieht, wie er mit einer Kollegin spazieren geht, wundert sich Helen über ihre Eifersucht. Letztlich gelingt es ihr trotz einiger Bemühungen nicht, ihre Eltern zu versöhnen. Sie will den Kontakt zu ihrer Mutter, bei der sie wohnt, abbrechen. Um auch ihren Bruder von der Mutter zu entfremden, enthüllt sie ihm das Kindheitstrauma, das er verdrängt hat und an dem die Mutter schuld ist. Zum Schluss fragt sie Robin, ob sie bei ihm wohnen dürfe. Er wartet kurz während Helen in ihrem Krankenzimmer eine stille Botschaft für ihre Familie hinterlässt. Daraufhin verlassen beide das Krankenhaus, um auf seinem Fahrrad zu ihm nach Hause zu fahren.“
In Halle wurde der Stoff für die Theaterbühne bearbeitet – Premiere war Ende September. Jetzt ist die filmische Umsetzung von „Feuchtgebiete“ angedacht: Die zuständigen Mitarbeiter des Medienboards Berlin-Brandenburg, ein Unternehmen aus dem Bereich Filmförderung, würden für die Finanzierung des Projekts Sorge tragen. Ihr Anteil an der finanziellen Unterstützung soll 36.000 Euro betragen. Weitere Details wurden noch nicht bekanntgegeben. So ist auch fraglich, ob Charlotte Roche selbst in dem Streifen zu sehen sein wird – Erfahrungen als Schauspielerin hat sie jedenfalls bereits sammeln können...