Geboren wurde Johanna König-Hock am 27. März 1921 in Leipzig als Tochter des Leibkochs des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. Erste Bühnenerfahrung sammelte sie im Kinderballett der Staatsoper Dresden. Nach ihrer Ausbildung an der Berliner Schauspielschule Borchardt arbeitete Johanna König-Hock als Solotänzerin und Theaterschauspielerin: 1937 begann sie als Tänzerin am Reußischen Theater Gera; ein Jahr später wechselte sie an das Theater Bielefeld. König-Hock trat in Operetten, Musicals und Revuen auf. Mit 18 Jahren absolvierte sie ihre Solistenprüfung. Während des Zweiten Weltkrieges war sie am Dresdner Theater des Volkes in Dresden Mitglied der Kammertanzgruppe war. Nach dem Krieg war sie unter anderem erneut im Kabarett der Komiker tätig. In den fünfziger und sechziger Jahren stand sie für Fernsehproduktionen vor der Kamera; als „Europas Tanz-Parodistin Nr. 1“ tourte sie durch Westeuropa. 1976 wurde sie mit dem Kritikerpreis der Filmfestspiele in Locarno geehrt.
Johanna König-Hocks Popularität wuchs mit ihrer Rolle als Werbefigur: Von 1968 bis 1984 machte sie als Klementine Werbung für das Waschmittel Ariel mit den Markenzeichen Latzhose, rot-weiß kariertes Hemd und weiße Schirmmütze. „Ariel in den Hauptwaschgang“ wurde ihr geflügeltes Wort. Nach einer Pause von fast zehn Jahren stand sie ab 1993 noch einmal für drei Jahre

als Klementine vor der Kamera und erhielt vom Ariel-Hersteller Procter & Gamble einen PR-Vertrag auf Lebenszeit.
Im Alter von 75 Jahren zog sich Johanna König langsam ins Privatleben zurück. Verheiratet war sie mit dem Filmemacher Felix Hock. Am 3. März 2009 starb sie im Alter von 87 Jahren.