Kaum in Stellingen angekommen, sah ich auch schon die ersten bekannten Gesichter und wir klönten in gemütlicher Runde über dies und das. Schließlich machten wir uns auf in Richtung Stadion. Da in Hamburg „Schmuddelwetter“ angesagt war, entschlossen wir uns den Shuttle-Bus zu nehmen, statt uns auf dem Fußmarsch durchregnen zu lassen.

Als ich in den Block kam, standen die anderen Kollegen auch schon auf unseren Plätzen, so dass sich zumindest bei unserer Mannschaft in der Winterpause nichts verändert hatte. Als das Spiel begann wurde eines relativ schnell klar, ein leichter Winterspaziergang stand den Rothosen nicht bevor. Die Hannoveraner machten von der ersten Minute an Druck in Richtung des Hamburger Tores und wirkten dabei auch noch überlegen. Nach der guten Vorbereitung hatten wir von unserem HSV mehr erwartet, als planlos wirkende Angriffe, die vom Gegner locker abgefangen wurden. In der 41. Spielminute passierte dann das unvermeidliche, Demel brachte einen Spieler der 96er im Strafraum zu Fall und Huszti die Roten mit dem nachfolgenden Elfmeter in Führung.

In der zweiten Halbzeit fand der HSV dann besser ins Spiel und konnte nach der Einwechselung von Paolo Guerrero endlich gute Torchancen rausspielen. In der 70. Minute war es dann endlich soweit, nachdem die 23 eine Vorlage von Guerrero nicht einnetzen konnte, versenkte Olic den Nachschuß dann im Tor der 96er. 1:1! Die Hamburger wollten die Partie noch für sich entscheiden, kamen aber nicht mehr zum Abschluß. So endete das Spiel dann mit einem verdienten Unentschieden. Es war wie im Theater, auf eine tolle Generalprobe, folgt meistens eine verpatzte Premiere – Schade.

Aber was war das für eine Leistung von dem Schiedsrichtergespann? Gegen den HSV wurde jede kleine Berührung gepfiffen, während die Hannoveraner mit unseren spielern machen durften was Sie wollten. Liebe Schiedsrichter, wenn ich auf der einen Seite kleinlich pfeife, muß ich das auch auf der Anderen machen, ansonsten bekommt ein Spiel schnell ein „Geschmäckle“ und so ist der durch das Publikum auch verständlich gewesen. Ich hoffe das einige Offizielle des DFB dieses Spiel gesehen haben und hier entsprechend handeln werden.

Apropos Publikum,

das war mal wieder nichts mit dem Support aus Block 25. Zum einen war die Kurve über lange Strecken einfach ruhig und zum anderen kann ich nicht verstehen wie man bei einem Spiel wo beide Vereine mit HSV abgekürzt werden, immer wieder nur HSV schreien kann. Bei einem solchen Spiel sollten nur Texte angestimmt werden die klar machen wen man meint und davon haben wir sicherlich genug in unserem Liedgut, um UNSERE Mannschaft 90 Minuten lang nach vorn zu peitschen.

Kepp commercials and politics out of football!