Laut „Bild.de“ wurde die Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2010 während eines Tages der offenen Tür am Opel-Stammsitz im hessischen Rüsselsheim als neue „Markenbotschafterin“ von Opel präsentiert: „Lenas unkonventioneller und aufgeschlossener Charakter passt hervorragend zu uns“, meint Alain Visser, Verkaufschef bei Opel. „Sie verkörpert ein neues, modernes Frauenbild. Ihre Jugendlichkeit und Frische passen perfekt zu unseren Autos.“ Nick Reilly, Europa-Chef von General Motors, wird in dem Bericht so zitiert: Lena Meyer-Landrut sei „wundervoll, unprätentiös, ehrlich, kommt bei den Leuten an und ist ein frisches Gesicht“. Und die 19-jährige Abiturientin selbst hat diese Meinung: „Opel ist nicht die hippe und jugendliche Marke Nummer eins, aber man kann sie ja dazu machen.“
Markus Voeth, Marketing-Professor an der Universität Hohenheim, hege Zweifel an den Erfolgsaussichten der neuen Werbekampagne mit der Sängerin als Werbegesicht: „Mit der Verpflichtung von Lena will Opel an alte Zeiten anknüpfen, als man mit Steffi Graf oder Franziska van Almsick über bekannte, junge Erfolgsfrauen versucht hat, ein positives Markenimage aufzubauen. Ich bezweifele aber, dass das jetzt der richtige Weg ist. Zum einen werden erst einmal neue und vor allem coolere Autos benötigt und dann erst eine Werbe-Frontfrau, die diese neuen Autos den Leuten näherbringt“, erklärte Voeth im Interview mit der Deutschen Presseagentur (dpa). Zudem sagte der Professor: „Anders

als Steffi Graf und Franziska van Almsick steht Lena noch nicht für etwas Nachhaltiges (…) Lena ist noch immer ein Sternchen. Da sie ihren Erfolg noch nicht stabilisieren konnte, ist noch nicht absehbar, ob sie nicht doch wieder schnell in der Versenkung verschwinden wird. Dies ist für Opel ein hohes Risiko, wenn man nun ganze Kampagnen mit Lena plant. Aus verschiedenen Gründen liegt Opel also mit dem Lena-Deal nicht richtig.“