Die 60. Internationalen Filmfestspiele fanden vom 11. bis zum 21. Februar 2010 in Berlin statt. 392 Filme aus 58 Produktionsländern waren ausgewählt und in 866 Vorführungen gezeigt worden. Die Jury musste aus 20 Filmen des Internationalen Wettbewerbs den Sieger ermitteln. Den Juryvorsitz hatte Regisseur, Produzent und Autor Werner Herzog inne. Ihm zur Seite standen sechs Jurymitglieder: die italienische Regisseurin Francesca Comencini, der somalische Schriftsteller Nuruddin Farah, die deutsche Schauspielerin Cornelia

Froboess, der spanische Produzent José Maria Morales, die chinesische Schauspielerin Yu Nan und die US-amerikanische Schauspielerin Renée Zellweger. Mit dem Goldenen Bären hat die Jury die türkisch-deutsche Produktion „Bal“ des türkischen Regisseurs Semih Kaplanoğlu ausgezeichnet. Silberne Bären wurde vergeben an:
1. Beste Regie: Roman Polanski für „Der Ghostwriter“
2. Bestes Drehbuch: Wang Quan'an und Na Jin für „Tuan Yuan“
3. Bester Darsteller: Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis für „Kak ja prowjol etim letom“
4. Beste Darstellerin: Shinobu Terajima für „Caterpillar“
5. Herausragende künstlerische Leistung: Dmitri Katchanow für „Kak ja prowjol etim letom“
6. Großer Preis der Jury: Florin Şerban für „Eu când vreau să fluier, fluier“
Der Alfred-Bauer-Preis ging ebenfalls an Şerban für diesen Film und über den Preis für das beste Erstlingswerk konnte sich Babak Najafi für „Sebbe“ freuen.
Der Panorama PublikumsPreis 2010 ging an den britisch-brasilianischen Film „Waste Land“ von Lucy Walker, João Jardim und Karen Harley. Auf Platz zwei und drei folgen die US-amerikanische Produktion „Budrus“ von Julia Bacha beziehungsweise der Schweizer Film „Daniel Schmid – Le chat qui pense“ von Pascal Hofmann und Benny Jaberg.
Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk bekamen die Schauspielerin Hanna Schygulla und der Drehbuchautor und Regisseur Wolfgang Kohlhaase anlässlich der ihnen gewidmeten Hommage überreicht. Eine Auswahl von je fünf Filmen aus ihren Schaffen wurden im Rahmen der Reihe „Hommage 2010“ gezeigt.
Ausführliche Informationen zur Berlinale 2010 und den Gewinnern sind unter www.berlinale.de abrufbar.