Es gibt Algenarten, die schmecken fast nach gar nichts, und andere wiederum, die salzig bis würzig schmecken. Wer japanisches Essen liebt, dürfte schon mal von Nori oder Wakame gehört haben.

Warum sind Algen gesund?
Kohlenhydrate und Proteine sind die Hauptbestandteile von Algen, werden vom Körper allerdings nicht komplett verdaut. Deshalb und aufgrund ihres geringen Fettgehalts haben Algen, quantitativ betrachtet, einen geringen Nährwert.

Qualitativ betrachtet, liefern essbare Algen viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium. Je länger Algen im Meer leben, ehe sie geerntet werden, desto mehr Jod enthalten sie. Darum Achtung: Von Algen mit viel Jod sollte man täglich nicht mehr als einen Löffel essen – genaue Verzehrhinweise stehen bei Produkten von seriösen Anbietern auf der Verpackung.

Eine Algen-Auswahl: Diese Arten kann man essen

1. Arame (Eisenia bicyclis)
Wer noch nie Algen gegessen hat, der sollte mit dieser Art anfangen: Die Braunalge Arame stammt aus dem Pazifik. Verkauft wird sie – wie alle Algenarten, die es verpackt im Handel zu kaufen gibt – getrocknet, und zwar

meistens in dünnen Streifen. Zart bis knackig beim Kauen, schmeckt Arame mild bis etwas süß und ist eine gute Salatzutat. Achtung: Sie hat – wie alle Braunalgenarten – einen hohen Jodgehalt.

2. Dulse (Palmaria palmata)
Diese Rotalge ist in Meeresgebieten bei Irland, Island, Frankreich, Kanada und Schottland verbreitet und wird auch „Lappentang“ genannt. Dulse ist für gewöhnlich fünf bis 30 Zentimeter groß. Unverarbeitet sieht sie fast purpurrot aus, getrocknet rötlich. Sie schmeckt mild und leicht salzig. Wird sie angeröstet, erinnert ihr Geschmack an Nüsse oder Schinken. Ungekocht macht sich Dulse prima als Knabberei, gekocht in Gemüsemischungen und Suppen.

3. Hijiki (Sargassum fusiforme
Ebenfalls eine Braunalgenart ist Hijiki, die im Wasser steiniger Küstengebiete Chinas, Japans und Koraes wächst und neben Jod auch viel Eisen liefert. Im getrockneten Zustand sieht sie schwarz aus. Ihre Form ähnelt der von Arame, wobei Hijiki im Biss fester ist und leicht nussig schmeckt.

4. Meeres-Spaghetti (Himanthalia elongata)
Diese Braunalge ist außerdem bekannt unter der Bezeichnung „Riementang“. Sie wächst im Atlantik, vor den Küsten von Frankreich, Spanien und Portugal über die britischen Inseln bis nach Skandinavien sowie in der Nordsee und Ostsee. Die Meeres-Spaghetti werden bis zu drei Meter lang und schmecken mild und ein bisschen würzig. Riementang passt gut zu Nudeln und Gemüse.