Als erstes kramte ich aus den Untiefen meiner Reiseausrüstung einen Tauchsieder. Mehr als einen Viertelliter Wasser zu erhitzen packte das antike Stück allerdings nicht. Und auch das nur
so lange bis ich die Inbetriebnahme vergass, über die Hälfte des Wassers verdampfte und der im Trockenen gelaufene Tauchsieder ebenfalls seinen Geist aufgab.

Eine Weile versuchte ich mich am Wasser erhitzen im Kochtopf. Indiskutabel. Langwierig und Energieverschwendung.

Also musste endlich ein neuer Wasserkocher her. Ein verdecktes Heizelement sollte er haben, einen aussen liegenden Wasserstandsanzeiger und einen Metallkorpus. Und, da bin ich ganz Mädchen, ansprechend aussehen.

Wie schön das Tchibo gerade ein ganz schickes Stück im Angebot hat. 30 Euro schon ein stolzer Preis, doch im Gegensatz zu einem Markenwasserkocher in ähnlich ansprechender Optik noch ok. Kaum erbeutet will er natürlich ausprobiert werden. Der erste Dämpfer, das Kabel ist so kurz das ich damit ohne Verlängerungskabel zu keiner meiner Steckdosen komme. Das fängt ja

gut an. Der Sockel steht stabil aber setzt man den Kocher darauf kippelt das Ding. Naja.

Die Wasserkesseloptik ist ja eine ganz hübsche Idee, hat aber beim Einfüllen des Wassers so seine Tücken. Das kleine Deckelchen geht nur sehr schwer auf und da der Griff aus Plastik ist ahne ich schon was da mit der Zeit kaputt gehen könnte. Hat man den Deckel entfernt ist der Kesselgriff beim Einfüllen im Weg. Ok das Wasser kann man ja auch durch die Tülle reinlaufen lassen. Durch den Kalkfiltereinsatz geht das nur mit Vorsicht. Ausserdem hält man den Kessel dann so schief das der Wasserstandsanzeiger natürlich nicht ablesbar ist. Also wieder auf ebene Fläche stellen und nachschauen. Sehr unpraktisch.

Nun zum Kochen. Bei einer Füllmenge von 1,7l braucht der "Blitz"-Kessel etwa viereinhalb Minuten bis zum Sieden. Kommt mir ganz passabel vor. Der Griff an dem man den Kessel anhebt ist allerdings ein wenig instabil. Da hätte ich beim dem Preis etwas Solideres erwartet.

Also ich hab ihn abkühlen lassen, schön trocken geputzt und wieder in die "Kaffeebude" gebracht. Wer nicht ganz so kritisch ist und Zutrauen zu der Verarbeitung hat hat vielleicht trotz Mängel Freude am Blitzwasserkocher. Immerhin sind ja auch 3 Jahre Garantie drauf.