Wem "Doctor’s Diary" nichts sagt, aber die Kombination Bora Dağtekin und Adolf-Grimme-Preis irgendwie bekannt vorkommt, der hat vermutlich Boras Serien-Erstlingswerk "Türkisch für Anfänger gesehen.

Wer jetzt denkt das es nichts Gutes bedeuten kann das "Doctor’s Diary" nicht bei der "ARD" sondern bei "RTL" läuft, der irrt. Die Welt von Protagonistin Dr. Margarethe „Gretchen“ Haase, gespielt von Diana Amft, ist

vielleicht etwas rosaner und erinnert ein bisschen an einen Klinik-Groschenroman, aber Gretchen ist fast ebenso witzig, schlagfertig und chaotisch wie "Gürkchen" Lena.

Die Grimme-Jury beschrieb die Serie in ihrer Begründung so: "Gretchen Haase, Doktor der Allgemeinmedizin, ist ein bisschen pummelig und macht auch mal Fehler; sie ist also keine Halbgöttin in Weiß, aber auch keine Witzfigur. In dieser Mischung liegt der Reiz der Rolle und damit auch der Serie: „Doctor’s Diary“ ist waschechte „Dramedy“." Und passend zu Gretchen Vorliebe für Süsses ergänzte sie: "Dank der herausragenden Leistungen aller Beteiligten ist „Doctor’s Diary“ leicht und locker wie ein Soufflé – und damit ein perfekter Preisträger in der Dessert-Kategorie „Unterhaltung“."

Die letzte Folge der ersten Staffel, "Brauche dringend Happy End", endete mit einem spektakulären Cliffhanger, da die komatöse Nochehefrau "Anna" von Gretchens neuer Liebe "Dr. Mehdi Kaan" (Kai Schumann) aufwachte und wieder bei ihm einzog und Gretchens ewiger Schwarm "Dr. Marc Meier" (Florian David Fitz) völlig überraschend doch ernsthaftes Interesse an Gretchen zeigte, jedoch von seiner Affäre "Schwester Gabi" erpresst, urplötzlich mit dieser verlobt war. Ein"romatischer Supergau" wie Gretchen es nennen würde.