Lufthansa kämpft mit hohen Treibstoffkosten und sucht Auswege
07. June 2026
Die Lufthansa kämpft mit explodierenden Kerosinpreisen. Die Kosten belasten den Konzern mit Milliarden, während das Unternehmen gleichzeitig versucht, Abhängigkeiten zu verringern und neue Tankstrategien zu entwickeln.
Die Lufthansa leidet unter den hohen Kerosinpreisen. Der Konzern verzeichnet nach eigenen Angaben eine milliardenschwere Belastung durch die gestiegenen Treibstoffkosten. Der teure Sprit schlägt sich auf das operative Ergebnis nieder und zwingt die Airline zu Preisanpassungen.
Dennoch erwartet das Unternehmen keine Knappheit an Kerosin. Die Versorgungslage in Europa sei stabil, heißt es aus Konzernkreisen. Der Markt sei breit aufgestellt, die Raffineriekapazitäten ausreichend. Doch die Preise bleiben auf einem hohen Niveau. Ein Ende des Trends ist nicht absehbar.
Lufthansa will US-Treibstoff in Europa tanken
Als Reaktion auf die hohen Preise sucht die Lufthansa nach neuen Wegen. Ein Vorstoß zielt darauf ab, auch in Europa US-Treibstoff tanken zu dürfen. Hintergrund ist, dass Kerosin in den USA oft günstiger ist als in Europa. Die Airline möchte daher die Möglichkeit haben, auf langen Strecken von Europa aus mit günstigerem US-Treibstoff zu betanken. Dazu müssten die Regularien angepasst werden, die derzeit den Import von US-Kerosin nach Europa beschränken. Die Lufthansa argumentiert, dass dies zu mehr Wettbewerb auf dem Tankstellenmarkt führen würde.
Probleme mit dem Airbus A380
Zusätzliche Belastungen kommen durch die Flotte. Der Airbus A380, ein besonders treibstoffhungriges Flugzeug, wird zum Kostenfaktor. Die Lufthansa hat ihre A380-Flotte zwar nach der Pandemie wieder in Betrieb genommen, aber die Betriebskosten sind hoch. Angesichts der hohen Kerosinpreise steht die Wirtschaftlichkeit der Riesenflieger auf dem Prüfstand.
Auswirkungen auf die Ticketpreise
Die höheren Kosten geben die Airlines an die Kunden weiter. Die Lufthansa hat die Ticketpreise bereits mehrfach angehoben. Vor allem auf Kurz- und Mittelstrecken sind die Aufschläge deutlich spürbar. Wie stark die Preise noch steigen könnten, hängt von der weiteren Entwicklung des Ölmarktes ab. Die Lufthansa plant, die höheren Kosten weiterzugeben, um die Margen zu schützen.
A. Scholl
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