Cloud-Speicher sind weltweit vernetzte Server, die wie Festplatten oder andere Speichermedien funktionieren. Die Grundfunktion besteht im Speichern von Dateien. Voraussetzung für die effiziente Nutzung des Online-Speichers ist eine schnelle Internetverbindung. Wenn die Internetgeschwindigkeit zu niedrig ist, kann sie sich die Verbindung schnell als Nadelöhr für den Datenaustausch mit der Cloud erweisen.

Online-Speicher für Privatnutzer und Unternehmen
Von den Anbietern der Online-Speicher werden verschiedene Pakete angeboten, das macht sie für Privatanwender und Unternehmen gleichermaßen interessant. Während sich die technischen Standards kaum unterscheiden, sind für den Nutzer Faktoren wie Datensicherheit, Verschlüsselung oder Office-Lösungen von Bedeutung. Die Vorteile der Cloud-Speicher liegen auf der Hand. Die Daten sind sicher abgespeichert und Datenverluste sind nicht zu befürchten. Für die Wartung und Instandhaltung ist der Anbieter ebenso verantwortlich, wie für die regelmäßige Aktualisierung seiner Software. Das verringert insbesondere für Unternehmen Anschaffungs- und Wartungskosten für Hardware. Dateien werden zentral in der Cloud gespeichert und können von verschiedenen Geräten abgerufen werden. Ein passender Client synchronisiert automatisch die Daten auf dem Rechner mit denen in der Cloud, so dass auch dort die Dateien stets aktuell sind. Der Nutzer kann auch Zugriffsrechte für Dritte einrichten oder Dateien aus dem Online-Speicher über Links teilen. Der besondere Vorteil für Privatanwender liegt darin, dass eine Vielzahl von Bild- oder Videodateien in der Cloud gespeichert und zu jeder Zeit direkt am Internetbrowser angesehen werden können. Per Link können die neuesten Ferienbilder sofort mit Freunden geteilt werden. Mehrere Personen können gleichzeitig an einem Dokument arbeiten, ohne dass Dateien aufwendig abgeglichen werden müssen.

Achtung beim Speichern sensibler und persönlicher Daten
Der Schwachpunkt von Cloud-Speichern ist die Datensicherheit. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte vorher vergleichen welcher Anbieter für Cloud-Speicher am besten zu den persönlichen Bedürfnissen passt. Insbesondere deutsche Anbieter sind in puncto Datensicherheit zu empfehlen, weil hier strengere Gesetze für den Datenschutz gelten als beispielsweise in den USA, wo Cloud-Betreiber in bestimmten Fällen sogar verpflichtet sind Dateien an Regierungsbehörden herauszugeben. Bei kostenlosen Angeboten ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Sicherheitsstandards eher niedrig sind. Beim Speichern sensibler Daten in der Cloud ist jedoch grundsätzlich

Vorsicht geboten. Eine Datenverschlüsselung bis zum Anbieter ist inzwischen Standard, so dass die Dateien auf dem Weg zum Cloud-Speicher gesichert sind. Theoretisch können aber die Administratoren des Anbieters die Verschlüsselung aufheben und so Einsicht in die Dateien erhalten. Die höchste Sicherheit bietet eine End-2-End Verschlüsselung, bei der jedoch Einschränkungen beim Bedienkomfort hingenommen werden müssen. Aber für Privatanwender wird ein so hoher Standard nicht erforderlich sein. Für diese steht eher der schnelle Zugriff auf Dateien im Vordergrund.