Nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) erhöhte sich der Anteil der Gesamtbeschäftigungen am Rechner innerhalb der Europäischen Union voriges Jahr um mehr als die Hälfte. Zwar liegt die Beschäftigung am PC in der Bundesrepublik bei über 55 Prozent, damit ist Deutschland im Vergleich aber noch lange nicht Anführer der Tabelle: Lediglich Platz sieben wurde erreicht. Die Spitzenpositionen nehmen Dänemark mit fast 70 Prozent ein, dicht gefolgt von Finnland auf Platz mit 67 Prozent und Schweden mit 66 Prozent. Bitkom berief sich für diese Aussagen auf Daten der Statistikbehörde Eurostat.
Auch der Anteil der Arbeitsplätze am Computer, die über einen mit Internetanschluss verfügen, hat zugenommen. Allein in Deutschland konnten 40 Prozent der

Angestellten in 2006 mit ihrem Computer online gehen. Zum Vergleich: Der EU-Durchschnittswert betrug 36 Prozent.
Jörg Menno Harms, BITKOM-Vizepräsident, begrüßte die Entwicklung und macht in der Nutzung von Computern eine Steigerung der Produktivität und Effizienz aus. Er erwartet positive Auswirkungen für das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Dennoch übte Harms Kritik an der Ausstattung von deutschen Schulen: Hier gebe es immer noch zu wenige Rechner mit Internetzugang. Im Durchschnitt müssten mehr als zehn Schüler an einem Computer arbeiten. In dieser Hinsicht erreicht die Bundesrepublik nur einen 18. Rang. Anführer der Liste sind auch hier Dänemark und Norwegen. Da heißt es wohl, sich eine Scheibe bei unseren skandinavischen Nachbarn abzuschneiden…