Dass das Zika-Virus sich rasch ausbreiten könne, habe man laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Beginn dieses Jahres in Südamerika, und dort vor allem in Brasilien beobachten können. Mittlerweile seien Zika-Fälle auch in Nordafrika, nämlich in Ägypten, sowie in Westafrika, in Kap Verde, festgestellt worden.

Das in Paris ansässige Institut Pasteur hat dem Internetportal „Deutsche Gesundheits-Nachrichten“ die Zika-Fälle im Inselstaat Kap Verde bestätigt: Bisher

habe man 7.557 Zika-Verdachtsfälle registriert.

Zika-Virus bald auch in Europa?
Es sei das erste Mal, dass der Zika-Stamm auf dem afrikanischen Kontinent entdeckt wurde: Die Fallzahlen gäben Anlass zur Sorge. Sie seien nämlich der WHO zufolge ein weiterer Beweis dafür, dass der Ausbruch des Zika-Virus sich über Südamerika verbreite „und vor der Tür von Afrika steht“.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Zika-Virus sich bis nach Europa ausbreite, sei mäßig bis gering. Dennoch gebe es in den Mittelmeerländern Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien und in der Schweiz ein mäßiges Übertragungsrisiko. Warum? Weil dort die Asiatische Tigermücke, die das Zika-Virus durch einen Stich auf den Menschen übertragen kann, vorkomme.

Zika-Impfstoff im Test
Mehrere Pharmakonzerne, Biotech-Firmen und Forschungseinrichtungen hatten angekündigt, an einem Zika-Impfstoff entwickeln zu wollen. Im November dieses Jahres könnte es am brasilianischen Institut Evandro Chagas erste Untersuchungen zur Wirksamkeit im Tierversuch geben.

Davon abgesehen wird mit Bakterien experimentiert: In der Fachzeitschrift „Cell Host & Microbe“ wurde über eine Studie berichtet, für die Mücken mit dem Bakterium Wolbachia infiziert. Diese Mücken hätten weniger Zika-Virus-Teile enthalten, was eine Übertragung auf den Menschen erschweren würde.