Grund dafür ist das seit Anfang des Jahres in Kraft getretene Verbot der konventionellen Käfighaltung von Legehennen in der EU. Bereits 1999 wurde es beschlossen und nach zwölf Jahren soll es endlich Wirklichkeit werden.

Da sollte man meinen eine so lange Zeit hätte ausgereicht, um sich auf neue Bedingungen einzustellen. Doch weit gefehlt.

Zwar ist der Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung für Deutschland schon ein alter Hut, der fand hier 2010 statt, doch ein Drittel des Eierbedarfs der Deutschen wurde bislang einfach aus dem Ausland gedeckt, wo das Verbot noch nicht durchgesetzt war.

In 13 EU-Staaten hält man sich bis jetzt nicht an das verhängte Verbot und lässt geschätzte 46 Millionen Hennen weiterhin in winzigen Käfigen vegetieren, so "Welt Online". Und deren Eier dürfen nun nicht mehr nach

Deutschland vermarktet werden. Ergo ist der Preis für Eier in den letzten zwei Monaten um 40 Prozent gestiegen und zum Beispiel an der tschechischen Grenze finden Hamsterkäufe statt.

Wer übrigens denkt das mit der Abschaffung der Käfighaltung paradiesische Zustände für Legehennen einziehen irrt. Nach der neuen Verordnung steht einem Huhn eine Fläche von mindestens 750 Quadratzentimetern zu. Was laut "taz" etwa der Fläche eines DIN-A4-Blattes entspricht. Für minimale Bewegungsfreiheit wie "Flügelschlagen wären mindestens 1.900 Quadratzentimeter erforderlich", heisst es dort.

Herkunftscheck Ei