Beinahe die Hälfte der von Menschen konsumierten Fische und Meeresfrüchte wird momentan in Aquakulturen herangezüchtet. Durch die weitere Verbreitung der Zucht von Fischen in solchen Kulturen nehmen die Umweltprobleme zu: So werden küstennahe Lebensräume, wie zum Beispiel Mangrovenwälder, zerstört; einheimische Arten werden verdrängt und mehr Chemikalien und Antibiotika gelangen in die Meere.
Nach den Plänen des WWF könnte das ASC-Siegel bereits in zwei Jahren auf dem Markt sein. Zurzeit veranstalten WWF-Mitarbeiter weltweit die „Aquakultur-Dialoge“: Zirka 2.000 Fischzüchter, Umweltschützer, Regierungsvertreter und andere Interessengruppen treffen sich und entwickeln gemeinsame Standards für die Fischzucht. Schon im kommenden Jahr sollen Umwelt- und Sozialstandards für neun typische Zuchtfische vorliegen, so unter anderem für Forelle, Lachs, Pangasius und Shrimps. Diese Regeln könnten wiederum die Basis für das geplante neue Biosiegel für Fisch aus Zuchtkulturen darstellen.
Der WWF empfiehlt in seinem neuen „Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte“ auf der WWF-Homepage unter www.wwf.de/fisch beispielsweise Dorade, Lachs und Tilapia aus Biozuchten als für einen bedenkenlosen Verzehr geeignet.