Zumindest zu Hause beziehungsweise nur dann, wenn sich die oder der Kleine nicht verletzen kann, etwa im Sandkasten in den Sommermonaten, sollte Barfußlaufen bevorzugt werden.

Was sind Lauflernschuhe?
Das Tragen von Lauflernschuhen ist erst sinnvoll, wenn ein Kind es schafft, einige Meter allein, also ohne Festhalten, zu laufen. Sie werden übrigens auch als Krabbelschuhe oder Lederstrümpfe oder -puschen bezeichnet.

Lauflernschuhe bestehen aus Wildleder beziehungsweise Leder ohne feste Sohle. Durch solch eine flexible Sohle wird das Fußabrollen unterstützt. Krabbelschuhe mit leicht nach oben gebogener Spitze fördern das Abrollen zusätzlich und verringern das Stolpern. Laufschuhe mit einem festen Fersenbereich verleihen mehr Halt.

Kinderschuhe kaufen: Worauf achten?
Klappt das Laufen in den Lauflernschuhen, ist es Zeit für die ersten richtigen Schuhe. Diese dürfen nicht zu klein und nicht zu groß sein. Auch die Weite muss stimmen. Im gut sortierten Handel werden mit dem sogenannten WMS-Messsystem drei Maße unterschieden: W = weit, M = mittel und s = schmal.

Um das passende Paar Schuhe zu finden, ist erst einmal eine Messung notwendig – die im Übrigen regelmäßig durchgeführt werden sollte: Experten raten zu einem Messintervall von drei Monaten.

Die durchs Messen ermittelte Fußlänge wird als Schuhgröße angegeben. Das Problem dabei ist: Dieser Wert entspricht der Norm, jedoch nicht immer den Angaben der Schuhhersteller. Das heißt, dass eine Schuhgröße bei ein und demselben Hersteller unterschiedliche Längen haben kann.

Daher gilt: Der Sitz der Kinderschuhe an den Füßen sollte beim Schuhkauf stets kontrolliert werden – das Fachpersonal steht mit Rat und Tat zur Seite. Die Zehennägel des Kindes dürfen selbstverständlich

nicht zu lang sein.

Was macht den idealen Kinderschuh aus?
Kinderschuhe sollten an keiner Stelle einengen – weder in Länge, Höhe, Breite oder am Rist. Füße und Zehen brauchen genug Platz, und zwar auch zum Wachsen. Darum sollte man auf eine Platzreserve von rund 0,9 bis 1,5 Zentimeter achten. Diese Reserve wird außerdem Schubraum genannt.

Pappschablone: Wer Kinderschuhe kaufen und in puncto Länge auf Nummer sicher gehen will, kann eine Pappschablone anfertigen. Dafür stellt sich das Kind mit Strümpfen an den Füßen auf eine Pappe. Nun wird der Umriss beider Füße abgezeichnet, da diese nicht immer gleich groß sind. Zudem sollte die Schablone am Abend angefertigt werden, weil die Füße da größer sind als am Morgen. Vor Ort im Schuhgeschäft müssen die beiden Schablonen leicht in den jeweiligen Schuh gelegt werden können und dürfen nicht zu kurz sein.