Britische Forscher der Universität Liverpool haben es bestätigt: Durch hormonelle Verhütungsmittel in Form der Antibabypille wählen Frauen sich andere Männer als ihre Partner aus.
Für die Studie wurden einhundert Frauen – immer vor und nach dem Beginn der Pilleneinnahme – befragt, welche Geruchsprobe von sechs verschiedenen Männern sie am attraktivsten finden würden. Nach Auskunft

der Wissenschaftler interessierten sich Frauen, die die Pille nehmen, mehr für genetisch ähnliche Männer.
Normalerweise ist es so, dass eine Frau sich anhand des Geruchs zu Männern hingezogen fühlt, die genetisch verschieden von ihr sind. Damit soll von Mutter Natur der Fortbestand der Art gesichert werden, denn je unterschiedlicher die Gene sind, desto besser ist das für den Nachwuchs. Nimmt eine Frau jedoch die Pille, sucht sie sich eher genetisch ähnliche Partner aus.
Diese hormonelle Beeinflussung der instinktiven, natürlichen Partnerwahl könne zu einem höheren Risiko für Empfängnisprobleme, Fehlgeburten sowie längere Abstände zwischen zwei Schwangerschaften führen. Außerdem können Kinder mit Eltern, die ähnliches Genmaterial haben, von ihnen ein schlechteres Immunsystem vererbt bekommen. Des Weiteren könnten Beziehungen auch auseinanderbrechen, nachdem die Frau die Pille absetzt, weil sie dann ihren Partner nicht mehr attraktiv findet – sie kann ihn sprichwörtlich nicht mehr riechen.
Hier ist ein Link zur Veröffentlichung eines älteren Artikels zum Thema von Craig Roberts in der Zeitschrift „Genetica“.