Sie untersuchten 507 ungeklärte Todesfälle von Kleinkindern an einer Londoner Klinik. 72 der Kinder verstarben zwischen 1996 und 2005 an Krankheiten wie Herzfehlern oder bei einem Unfall. Bei 379 Kindern liess sich trotz Autopsie keine eindeutige Todesursache nachweisen. Dafür wurde bei 56 Babys eine hohe Konzentration von Bakterien wie Staphylococcus aureus und Escherichia coli entdeckt, die für bakterielle Entzündungen wie Lungen- oder Hirnhautentzündung und Blutvergiftungen charakteristisch sind.

Es gibt jedoch keinen Beweis dafür das die 56 Babys auf Grund der Bakterien verstarben. Dennoch ist es ein wichtiger Hinweis der weiter erforscht werden sollte.

Der plötzliche Kindstod lässt sich immer noch nicht zuverlässig verhindern. Über die Ursache bestehen lediglich vielfältige Theorien. Neuseeländische Forscher vermuten das Ausdünstungen aus Kindermatratzen zum plötzlichen Tod der Babys führen. Ebenso gelten eine falsche Schlafposition, eine Überwärmung oder Unterkühlung des Kindes und verqualmte oder schlecht belüftete Schlafräume als Ursache. Eine erbliche Disposition scheint ebenfalls als Ursache in Frage zu kommen.

Entgegen der üblichen Vorstellung kann der plötzliche Säuglingstod, kurz "SIDS" nach dem "Sudden Infant Death Syndrom" genannt, auch noch nach dem ersten Lebensjahr auftreten. In westlichen Industrieländern stirbt etwa eines von 1400 Neugeborenen an diesem Syndrom. Dabei kommt der plötzliche Kindstod in allen

Bevölkerungsschichten etwa gleich häufig vor.

Ist bereits ein Kind in der Familie gestorben, liegt das Risiko für danach geborene Geschwister um das drei- bis fünffache höher. Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht haben ein gegenüber Reifgeborenen auf das Doppelte erhöhtes Risiko für das SIDS.