Einst hatte der Affenstamm einen rückläufigen Bestand zu beklagen. Premierminister Churchill ließ daraufhin Berberaffen aus Marokko importieren und hatte damit Erfolg – die Gesundheit und die Anzahl der Tiere stabilisierte sich.

Die Affen stellen für die Engländer ein bedeutsames Symbol dar. So sollen sie von den Affen während der Belagerung Gibraltars von 1779 bis 1783 vor einem Nachtangriff der Spanier und Franzosen gewarnt worden sein.

Doch inzwischen haben sich die Affen derart vermehr, dass ihnen der zugewiesene Platz nicht mehr genügt und ihre eigenen Wege und Behausungen suchen. Der Bestand liegt nun über 200 Tieren.

Eine abtrünnige Gruppe macht sich auf und dringt durch Fester in Wohnungen und Hotels ein, plündern Lieferwagen und durchwühlen Müll. Die Bevölkerung fühlt sich zunehmend verunsichert. Die zuständigen Behörden riefen die Bevölkerung nun dazu auf Fenster geschlossen zu halten und sicherten die Mülltonnen vor dem Zugriff der Affen.

Doch die ergriffenen Maßnahmen konnten das Problem bisher nicht lösen. So haben sich

die Behörden zu einer außergewöhnlich harten Entscheidung bewegen lassen: 25 der Tiere sollen nun getötet werden. Zwei der Affen wurden bereits mittels Giftspritze getötet.

Gegner dieser Aktion sind Tierschützer der Internationalen Liga zum Schutz der Primaten (IPPL). Sie drohen, einen Boykott des Tourismus von Gibraltar aufzurufen. Das Töten der Tiere ist nach meiner Meinung wirklich nicht sehr menschenwürdig. Es sollte doch eine intelligentere Lösung gefunden werden!