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Gesellschaft

Bud Spencer wird 86

Als Kind habe ich ihn geliebt. Meine Oma mochte ihn nicht, weil er in seinen Filmen alle ständig windelweich prügelte. Das er Jurist und Komponist war und als Schwimmer 1952 und 1956 an den olympischen Spielen teilgenommen hatte, wussten wir damals beide nicht. Auch nicht das er Neapolitaner war und sein ursprünglicher Name Carlo Pedersoli lautet. Wir kannten ihn nur als Bud Spencer. Die Filmlegende feiert morgen seinen 86-zigsten Geburtstag.

A. Scholl

30. October 2015

Pedersoli soll in einem Interview einmal erzählt haben, er selbst habe sich nach einer Flasche Bier "Bud(weiser)" und seinem Lieblingsschauspieler Spencer Tracy so genannt. Und unter diesem Namen kennt ihn die Welt seit er sich in den 70ern gemeinsam mit seinem extrem blauäugigen Kumpel Terence Hill, der ebenfalls Italiener ist, durch zahlreiche Italo-Western prügelte. Allein wurde er auch durch seine „Plattfuß“-Filme berühmt.

Als sein erster Prügelklamaukfilm "Die rechte und die linke Hand des Teufels" ins Kino kam, war "Der Kleine" Bud Spencer schon 40 und beim letzten "Plattfuß"-Film sogar schon 50. Morgen feiert Bud Spencer seinen 80.sten Geburtstag. Dann kann er auf insgesamt 104 Filme zurück blicken, obwohl er zu Anfang nur "diesen einen" machen wollte. Trotz seiner Berühmtheit war dem klugen Italiener die Qualität seiner Filme die ihn populär machten stets bewusst. So urteilte er selbst: "Sogar ein Schimpanse könnte so Schauspieler werden".

Trotzdem haben ihn seine Fans geliebt und er sie. Die Bedenken meiner Grossmutter kannte Bud übrigens gut und hätte sie ohne Probleme zerstreuen können. "Ich habe bei meinen Filmen nie ein Kind aus dem Kino rennen sehen. Die Kinder lachen, weil sie die Gewalt nicht ernst nehmen. Niemand stirbt und es fließt fast kein Blut. Wenn Leute in den Filmen von mir geschlagen wurden, standen sie meistens wieder auf und rannten davon", so Carlo in einem Interview. Über die Kunstfigur "Bud Spencer" urteilte er selbst: "Er ist nicht besonders schlau - aber ich bin mächtig stolz darauf, dass Kinder ihn so lieben." Na siehste Oma.

Karl-Martin Pold arbeitet zur Zeit an einen Dokumentarfilm über das sympathische Schwergewicht. Ich werde ihn mir, wenn er fertig ist, auf jeden Fall ansehen.
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