Vor acht Monaten begann der Volksaufstand in Libyen, im Sommer war Muammar al-Gaddafi gestützt worden und dann tauchte er ab. Heute nun wurde er von einem Rebellentrupp aufgespürt: Er soll durch Schüsse getötet worden sein, wie ein Arzt des Krankenhauses von Misrata, in das der Leichnam von Sirte aus gebracht worden war, gegenüber dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira sagte. Dem Mediziner zufolge ist Gaddafi am Kopf und am Bauch durch Schüsse getroffen worden.
Zuvor hatte es heißen, dass Gaddafi während der Flucht aus Sirte infolge eines NATO-Luftangriffs getötet worden sei. Der Angriff auf einen

Fahrzeugkonvoi wurde seitens der NATO bestätigt, doch es sei nicht bekannt, wer dabei getötet wurde.
Unterdessen haben sich mehrere Staatsoberhäupter zum Tod von Gaddafi zu Wort gemeldet, so auch Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Dieser Tag setzt einen Schlusspunkt unter das Regime Gaddafi, es ist ein wichtiger Tag für die Libyer. Damit geht ein blutiger Krieg zu Ende, den Gaddafi gegen sein eigenes Volk geführt hat“, ist auf der Homepage der Kanzlerin zu lesen. Jetzt sei der Weg für einen politischen und friedlichen Neuanfang frei, so Merkel, worüber Deutschland „erleichtert und sehr froh“ sei. „Auf diesem Weg zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nationaler Versöhnung wird Deutschland Libyen begleiten und unterstützen“, wird die Angela Merkel weiter zitiert.