Forschende würden laut DKFZ schon „seit einigen Jahren“ untersuchen, wie sich eine Versorgung mit Vitamin D auswirkt in Hinsicht auf die „Prognose zahlreicher Erkrankungen“, zum Beispiel Atemwegserkrankungen, Diabetes und Krebs.

Für drei Metaanalysen großer klinischer Studien in puncto Krebserkrankungen sei das Fazit eindeutig gewesen: Durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sinke die Sterblichkeit um etwa 13 Prozent, und das „über alle Krebserkrankungen hinweg“.

Welche Mechanismen im Körper dafür verantwortlich sind, könne die Forschung noch nicht eindeutig erklären.

Medizinkosten senken durch Vitamin-D-Gabe
„In vielen Ländern der Welt ist im

letzten Jahrzehnt die altersbereinigte Rate der Krebssterblichkeit erfreulicherweise gesunken“, wird Hermann Brenner, DKFZ-Epidemiologe, in einer offiziellen Meldung vom 11. Februar 2021 zitiert. „Doch angesichts der oftmals erheblichen Kosten vieler neuer Krebsmedikamente“ sei dieser Senkungserfolg „vielfach teuer erkauft. Vitamin D dagegen ist in den üblichen Tagesdosen vergleichsweise günstig“.

Die Vormeidung von Krebstoten durch Vitamin-D-Präparate in der Altersgruppe ab 50 Jahre helfe darüber hinaus Behandlungskosten zu sparen: Rund 30.000 krebsbedingte Todesfälle bedeuten 1,154 Milliarden Euro Behandlungskosten. „Verglichen mit den Kosten für die Vitamin-Supplementierung errechnet sich in diesem Modell eine Einsparung von jährlich 254 Millionen Euro.“

Was ist Vitamin D?
Vitamin D kann vom Körper selbst gebildet werden durch Sonneneinstrahlung. Es regelt den Kalzium- und den Phosphatstoffwechsel. Außerdem ist es wichtig für die Knochenhärte. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge, ist Vitamin D „auch noch an anderen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und hat außerdem Einfluss auf die Muskelkraft“.

In Deutschland kann der Körper Vitamin D vor allem in den Monaten März bis Oktober bilden dank intensiverem Sonnenschein als in den Spätherbst- und Wintermonaten. Achtung: keinen Sonnenbrand riskieren, um Hautkrebs vorzubeugen.