Medienbranche trauert um Steven P. Steinkraus
08. June 2026
Der langjährige Präsident des Medienverbands der freien Presse starb unerwartet. Eine Würdigung seines Wirkens.
Die deutsche Medienlandschaft hat eine prägende Persönlichkeit verloren. Steven P. Steinkraus, Präsident des Medienverbands der freien Presse (MVFP), ist überraschend verstorben. Der Verband würdigte ihn als unermüdlichen Streiter für die Belange der unabhängigen Presse.
Steinkraus stand seit vielen Jahren an der Spitze des MVFP, der rund 400 Verlage und Medienhäuser vertritt. Unter seiner Führung setzte sich der Verband intensiv für die Rechte von Presseverlagen ein, etwa im Urheberrecht und bei der Digitalisierung der Medienlandschaft. Sein Engagement galt dabei stets der Sicherung journalistischer Vielfalt und der wirtschaftlichen Stabilität unabhängiger Presseerzeugnisse.
Der gelernte Journalist und Verleger verstand es, die teils sehr unterschiedlichen Interessen der Mitgliedsverlage zu bündeln und mit einer klaren Stimme in der Öffentlichkeit zu vertreten. Er war bekannt für seine pointierten Stellungnahmen zu medienpolitischen Fragen.
Ein Leben für die Pressefreiheit
Steven P. Steinkraus wurde 1959 geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre arbeitete er zunächst im eigenen Familienunternehmen, konnte jedoch schnell einen Ruf als unabhängiger Kopf entwickeln. Neben seiner Verlagstätigkeit war er über Jahre in verschiedenen Gremien der Medien- und Werbewirtschaft aktiv. Seine Expertise in Verlagsfusionen und Medienrecht war über die Grenzen Deutschlands hinaus geschätzt.
Ein besonderes Anliegen war ihm der Schutz der Pressefreiheit in Zeiten von Fake News und Desinformationskampagnen. Er betonte immer wieder die Notwendigkeit eines starken Journalismus als Grundpfeiler der Demokratie. Unter anderem in den Debatten um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage und die Plattformregulierung auf EU-Ebene bezog er klar Position.
MVFP-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer würdigte den Verstorbenen als „überzeugenden und mutigen Verbandspräsidenten“, der die Herausforderungen der digitalen Transformation stets angenommen habe. „Er hat den MVFP in schwierigen Zeiten geführt und ihn für die Zukunft aufgestellt“, so Scherzer.
Würdigung aus Politik und Wirtschaft
Die Nachricht von Steinkraus’ Tod löste in der gesamten Medienbranche Bestürzung aus. Vertreter von Verlagshäusern, Journalistenverbänden und auch politische Repräsentanten kondolierten. Sein Wirken habe die medienpolitische Debatte in Deutschland über Jahrzehnte mitgeprägt. „Mit Steven P. Steinkraus verlieren wir eine der markantesten Stimmen des deutschen Pressewesens“, hieß es aus Kreisen des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger.
Die Traueranzeigen und Kondolenzschreiben, die beim MVFP eingehen, zeigen die hohe Wertschätzung, die Steinkraus über alle parteipolitischen und verlegerischen Grenzen hinweg genoss. Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die kaum zu schließen sein wird.
Ausblick und Vermächtnis
Der MVFP wird nun einen Nachfolger für den Präsidentenposten suchen müssen. Klar ist jedoch, dass Steinkraus' Vermächtnis fortwirkt: die Überzeugung, dass eine freie und unabhängige Presse die unverzichtbare Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft ist. Sein Einsatz für dieses Ideal wird den Verband und die gesamte Branche auch in Zukunft leiten.
Steven P. Steinkraus hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Sein Tod ist ein großer Verlust für den Journalismus und die Medienfreiheit in Deutschland.
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