Neue psychoaktive Substanzen oder auch Legal Highs sind natürliche, meist pflanzliche oder synthetisch hergestellte Stoffe, die den Konsumenten in einen Rauschzustand versetzen. Oft treten sie als Kräutermischungen auf, die in Deutschland legal verkauft, erworben und konsumiert werden dürfen. Bei ihrer Anwendung ist allerdings Vorsicht geboten, damit der Trip nicht nach hinten losgeht und zum Albtraum wird.

Aktueller Trend: Liquid Highs
Einer der aktuellsten Trends unter den legalen Aufputschmitteln sind Liquid Highs. Sie kommen – wie der Name schon sagt – in Tropfenform, also flüssig daher und werden überwiegend direkt eingenommen. Dadurch entfalten sie sehr rasch ihre Wirkung. Im Shop von legale-mischung.net werden sie unter dem Produktnamen "Code K" in der Variante Green oder Red angeboten. Wenige Tropfen des Konzentrats unter die Zunge sollen beleben und für gute Laune sorgen. Auch eine Einnahme mit Wasser ist möglich, um den bitteren Geschmack zu neutralisieren, dann jedoch verzögert sich die Wirkung. Für alle, die die Substanz lieber indirekt aufnehmen, gibt es Liquid Highs auch zur Anwendung über Zigarette und E-Zigarette. Die "Happy Drops" werden auf den Glimmstängel geträufelt und gelangen so beim Rauchen in den Körper.

Was ist drin?
Hauptbestandteil der flüssigen Muntermacher ist Kratom. Die asiatische Naturdroge wird aus den Blättern des gleichnamigen Baums gewonnen und dient sowohl als Rausch- als auch als Heil- und Schmerzmittel in der Medizin. Es gibt drei verschiedene Kratom-Sorten, denen jeweils eine andere Wirkung von aktivierend bis betäubend zugesprochen wird. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, ist es also unerlässlich, sich im Vorfeld genau zu informieren, welcher Typ zur Herstellung der Tinktur verwendet wurde. Kratom unterliegt in der BRD nicht dem Betäubungsmittelgesetz und ist daher legal. Es führt zu einer Verringerung des Schmerzempfindens, einer gesteigerten Erregbarkeit und Euphorie. In niedriger Dosierung wirkt die Natursubstanz stimulierend und aktivierend, in hoher Dosis hingegen eher dämpfend und

betäubend. Bei einer Überdosierung können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Zittern auftreten. Wie bei vielen Rauschmitteln kann der dauerhafte Konsum in die Abhängigkeit führen, das Suchtpotenzial wird jedoch in zahlreichen Ländern als sehr gering eingestuft.

Die richtige Anwendung macht's
Nur weil eine Substanz nicht unter das BtmG fällt, bedeutet das nicht, dass sie in ihrer Wirkung reduziert ist und deswegen entsprechend mehr von ihr konsumiert werden muss, um denselben Effekt zu erzielen, wie bei illegalen Mitteln. Wer die Legal Highs ausprobieren möchte, für den empfiehlt es sich das Mittel seiner Wahl an einem Tag oder Abend zu testen, an dem nichts anderes mehr anliegt und am besten auch nicht alleine, sondern im Kreise einer oder mehrerer vertrauter Personen. So lässt sich die psychoaktive Wirkung, die oft mit intensiven Gefühlen und einem gesteigerten Mitteilungsbedürfnis einhergeht, entsprechend verarbeiten. Was Kratom anbelangt, so sollte die Einnahme eine Menge von drei Gramm nicht überschreiten, da bereits eine geringe Dosierung einen enormen Effekt hervorrufen kann.