Zahnpasta auf die Bürste, Mund auf, gründlich putzen und danach gründlich ausspülen. Genau das wurde auch Generationen hierzulande beigebracht. Doch das entspricht mittlerweile nicht mehr der Empfehlung der Zahnmedizin.

Elton wurde in der eingangs erwähnten Jubiläumssendung von „Wer weiß denn sowas?“, ausgestrahlt am 18. Februar 2023, um 20:15 Uhr, bei das Erste, gefragt, welchen Tipp er sich für den Alltag gemerkt habe. Er atwortete, dass es zwei Sachen gebe, die er jetzt befolge. Ein Tipp davon ist, dass man nach dem Zähneputzen nicht den Mund ausspülen solle.

Zähneputzen – wie geht es richtig?
Damit Zähne gesund bleiben, ist die Zahnpflege ein entscheidender Aspekt. Jeder Zahn sollte etwa zehn Sekunden lang geputzt werden. Für das Bürsten wird die KAI-Methode empfohlen. Dabei steht das K für Kauflächen, das A für Außenflächen und das I für Innenflächen.

Das heißt, beim Zähneputzen mit KAI werden zuerst die Kauflächen mit kurzen Hin- und Herbewegungen gesäubert. Als Zweites sind die Außenflächen dran, wobei die Putzbewegung nun kreisend sein sollte – von der Mitte ausgehend nach rechts und danach von der Mitte aus nach links. Oder erst nach links und dann nach rechts, Hauptsache, in der Mitte ist der Startpunkt.
Als Drittes und damit Letztes werden die Innenflächen gereinigt, und zwar entweder mit kleinen Kreisbewegungen oder mit Drehbewegungen. Die Richtung hierbei: vom Zahnfleisch weg zum Zahn hin, also von „Rot nach Weiß“ putzen.

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Zähneputzen: Mund ausspülen ja oder nein?
Dazu hat der Zahnmediziner Dr. Joachim Hüttmann gegenüber Fitbook Folgendes gesagt: „Ein wesentlicher Bestandteil der meisten Zahnpasten ist das Mineral namens Fluorid.“ Dieses helfe bei der Aufnahme von Kalzium in den Zahnschmelz und mache „die Zähne zugleich widerstandsfähiger gegen Säureangriffe“.

Nach dem Zähneputzen kräftig den Mund ausspülen könne bedeuten, dass „das Fluorid, das auf die Zähne wirkt, vorzeitig ausgewaschen“ werde. „Wenn man hingegen die aufgeschäumte Zahnpasta nur ausspuckt, ohne anschließend mit Wasser nachzuspülen, verbleibt mehr Fluorid im Mund und kann seine Wirkung weiter entfalten“, meint Dr. Hüttmann.

Dabei brauche niemand die Sorge haben, dass zu viel Fluorid in den Körper gelange: „Für schädliche Wirkungen im Körper ist die übliche Menge zu gering.“