Obwohl eine Kaiserschnittgeburt hohe Risiken birgt, kommen hierzulande immer mehr Babys auf diese Weise zur Welt. Für eine Studie der Krankenkasse DAK – diese Buchstaben stehen für „Deutsche Angestellten-Krankenkasse“ (Ersatzkasse) – wurde Zahlenmaterial zusammengetragen. Demnach stieg die Zahl der Kaiserschnittentbindungen zwischen 2005 und 2009 um 3,8 Prozent auf 33,2 Prozent, wie in einer Pressemitteilung von heute zu lesen ist. Darin heißt es auch: „Ursprünglich galt der Kaiserschnitt als eine Notfallmaßnahme, wenn Gefahr für Mutter und Kind besteht. Doch medizinische Gründe scheinen bei der Wahl der Geburtsmethode immer öfter in den Hintergrund zu treten. Angst vor Geburtsschmerzen, vor einem Dammriss oder auch Inkontinenz sind für viele Mütter in spe ein Grund, sich lieber gleich für einen Wunsch-Kaiserschnitt zu entscheiden. Rund zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin holen Ärzte bei dieser Geburtsmethode das Kind auf die Welt. Ganz problemlos wie es scheint. Doch die gut planbare Geburt hat auch Nebeneffekte: ,Im Normalfall ist die Komplikationsrate beim Kaiserschnitt aufgrund verbesserter Schnitt- und Narkosetechnik natürlich minimal‘, sagt Dr. Christiane Kutter-Deest, Fachärztin für Frauenheilkunde (...) ,Dennoch bestehen für die Mutter dieselben Risiken wie bei jeder anderen OP auch: Narkosezwischenfälle, Blutungen und Infektionen.‘ Und auch noch Jahre später haben betroffene Frauen mitunter

Schmerzen oder leiden unter dem verpassten Geburtserlebnis. Frauen, die sich also überlegen per Kaiserschnitt zu entbinden, sollten sich deshalb vorab gut über die Geburt per Skalpell informieren.“
Im „Bild.de“-Newsticker ist zu lesen: „Als möglicher Grund gilt in Arztkreisen die höhere Vergütung von Kaiserschnitten gegenüber Spontangeburten durch die Krankenkassen.“ Damit sei die Frage erlaubt, wer diesen „Trend“ tatsächlich zu verantworten habe ...