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Samstag, der 6. Juni 2026

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Wirtschaft

Lidl und Norma senken Kaffeepreise: Discounter setzen auf Dauertiefpreise

Lidl reduziert die Preise für zahlreiche Kaffeeprodukte dauerhaft, Norma zieht nach. Ein Preiskampf bei Kaffee zeichnet sich ab – und die Verbraucher profitieren.

Lidl und Norma senken Kaffeepreise: Discounter setzen auf Dauertiefpreise

Der Kaffee wird günstiger – zumindest bei einigen Discountern. Gleich zwei große Handelsketten haben angekündigt, die Preise für zahlreiche Kaffeeprodukte zu senken. Bei Lidl betrifft dies mehr als 25 Artikel der Eigenmarken, darunter Röstkaffee, ganze Bohnen und löslicher Kaffee. Die Preise sinken demnach um teilweise mehrere Euro pro Packung. Auch Norma senkt die Preise für etliche Kaffeeprodukte und folgt damit dem Trend.

Lidl: Kaffee günstiger, und das dauerhaft

Lidl hat angekündigt, die Preise für eine breite Palette an Kaffeeprodukten zu reduzieren. Die Aktion ist nicht zeitlich befristet, sondern dauerhaft angelegt. Betroffen sind unter anderem die Eigenmarken Bellarom, die Röstkaffee, Espresso und ganze Bohnen umfasst, sowie der lösliche Kaffee der Marke Caffe d'Oro und der Bio-Kaffee Bio Sonne. Die Preissenkungen liegen je nach Produkt zwischen 50 Cent und über einem Euro. So kostet eine 500-Gramm-Packung Bellarom Röstkaffee nun rund einen Euro weniger als zuvor. Insgesamt reagiert Lidl damit auf die gesunkenen Rohkaffeepreise an den Weltmärkten. Der Discounter gibt die niedrigeren Einkaufspreise direkt an die Kunden weiter – ein Schritt, der bei vielen Verbrauchern auf Zustimmung stößt, denn Kaffee gehört zu den meistgekauften Lebensmitteln in Deutschland.

Norma senkt ebenfalls die Preise

Nicht nur Lidl, auch Norma hat neue Preise für Kaffee bekannt gegeben. Seit Mitte Mai gelten bei der Discounterkette reduzierte Preise für rund 20 Kaffeeprodukte. Dazu gehören die Eigenmarken RöstA, CaffeciaO und Bio Sonne. Die Preise sinken ebenfalls deutlich, was Kunden in den Filialen direkt bemerken werden. Norma folgt damit dem allgemeinen Trend der Discounter, bei Kaffee die Preise zu senken. Der Schritt ist auch als Reaktion auf die Konkurrenz zu sehen: Im hart umkämpften Lebensmitteleinzelhandel sind niedrige Preise ein entscheidendes Argument, um Kunden zu binden und neue zu gewinnen.

Rohkaffeepreis als Treiber

Hintergrund der Preissenkungen sind die internationalen Rohkaffeepreise. Diese waren in den vergangenen Jahren teils stark gestiegen – unter anderem wegen Ernteausfällen in wichtigen Anbauländern wie Brasilien und Vietnam. Hinzu kamen logistische Probleme durch die Pandemie. Inzwischen haben sich die Märkte jedoch wieder beruhigt. Das Angebot ist gestiegen, die Preise an der Börse gefallen. Die Discounter nutzen diese Entwicklung, um ihre Kaffeepreise anzupassen. Für Verbraucher ist das eine gute Nachricht, vor allem in Zeiten allgemein hoher Inflation. Ein halbes Pfund Kaffee war selten so erschwinglich wie aktuell bei Lidl und Norma.

Was bedeutet das für den Kaffeemarkt?

Die Preissenkungen sind nicht nur ein Vorteil für Kunden, sondern auch ein Signal für den gesamten Kaffeemarkt. Discounter setzen damit die Markenhersteller unter Druck. Diese müssen nun ebenfalls über Preisanpassungen nachdenken, sollen sie nicht noch mehr Marktanteile verlieren. Schon jetzt greifen immer mehr Verbraucher zu den preisgünstigen Eigenmarken, die qualitativ oft kaum hinter den Markenprodukten zurückstehen. Der Preiskampf könnte daher anhalten und sogar noch ausgeweitet werden. Experten rechnen damit, dass auch andere Handelsketten wie Aldi oder Rewe in den kommenden Wochen nachziehen könnten. Gut möglich, dass der Kaffee also noch günstiger wird.

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