Matthäus widerspricht Kahn: Musiala-Debatte beim FC Bayern
08. June 2026
Lothar Matthäus hat scharf auf Oliver Kahns Aussage über Jamal Musiala reagiert. Der Rekordnationalspieler nennt Kahns Einschätzung „überflüssig“ – und stellt klar, warum Musiala für den FC Bayern unverzichtbar ist.
Eine Aussage von Oliver Kahn über Jamal Musiala sorgt für Zündstoff beim FC Bayern. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende hatte dem 21-jährigen Offensivstar zuletzt vorgeworfen, sich zu sehr auf sein eigenes Spiel zu konzentrieren. Nun kontert Lothar Matthäus – und die Emotionen kochen hoch.
Ein Seitenhieb mit Folgen
Oliver Kahn, der den FC Bayern bis zu seiner Entlassung im Mai 2023 führte, hatte in einem Interview angedeutet, dass Musiala zu oft den direkten Weg zum Tor suche und dabei das Team aus den Augen verliere. „Jamal ist ein fantastischer Spieler, aber manchmal muss er den Ball einfach abgeben“, so Kahn sinngemäß. Die Aussage verhallte nicht ungehört.
Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler und langjähriger Bayern-Profi, konterte nun öffentlich. „Das ist nicht nur unnötig, sondern schlicht überflüssig“, sagte Matthäus im Rahmen einer TV-Sendung. „Jamal Musiala ist der absolute Unterschiedsspieler beim FC Bayern. Er entscheidet Spiele, er bringt die Fans von den Sitzen. Solche Kommentare helfen niemandem – am wenigsten dem Spieler selbst.“
Musialas Bedeutung für die Bayern
Die Zahlen geben Matthäus recht. Musiala ist in der laufenden Saison mit acht Toren und fünf Vorlagen in der Bundesliga der mit Abstand beste Scorer des Teams. Auch in der Champions League glänzt der 21-Jährige regelmäßig. Sein Marktwert liegt inzwischen bei geschätzten 120 Millionen Euro – Höchstwert im Kader.
Doch es geht um mehr als Statistik. Musiala verkörpert jene Kreativität, die dem Bayern-Spiel oft fehlt, wenn er nicht auf dem Platz steht. Seine Dribblings, seine Übersicht und sein Zug zum Tor sind Elemente, die gegnerische Abwehrreihen in Verzweiflung stürzen. Trainer Vincent Kompany setzt voll auf ihn – und wird bislang nicht enttäuscht.
Vertrauen als Schlüssel
Unter dem neuen Coach hat Musiala noch mehr Freiheiten bekommen. Kompany lässt ihn auf verschiedenen Positionen agieren, mal auf dem Flügel, mal zentral hinter der Spitze. „Jamal braucht das Vertrauen, um sein ganzes Potenzial abzurufen“, sagte Kompany kürzlich. „Er ist ein Spieler, der Atmosphäre und Rückhalt braucht. Das geben wir ihm.“
Die Entwicklung spricht für sich: Musiala ist auf dem besten Weg, zur unangefochtenen Identifikationsfigur des Rekordmeisters zu werden – weit über das junge Alter hinaus.
Ein Streit, der keiner ist?
Ob die Debatte zwischen Matthäus und Kahn tatsächlich eskaliert, bleibt abzuwarten. Fest steht: Beide haben einst selbst das Bayern-Trikot getragen und wissen, wie groß der Druck in München ist. Matthäus‘ scharfe Reaktion zeigt jedoch, wie emotional das Thema Musiala in der Branche diskutiert wird.
Kahn selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ob er nachlegt oder die Sache auf sich beruhen lässt, wird die nächsten Tage zeigen. Eines ist aber klar: Jamal Musiala steht im Mittelpunkt – und das nicht nur wegen seines Milliarden-Marktwerts.
Ein Blick auf die Gehaltsstruktur
Musialas sportlicher Aufstieg spiegelt sich auch im Geldbeutel wider. Nach Informationen von Transfermarkt führt der 21-Jährige die interne Gehaltsliste der Bayern an – noch vor Stars wie Harry Kane oder Joshua Kimmich. Sein Jahresgehalt soll sich auf rund 25 Millionen Euro brutto belaufen. Ein Betrag, der zeigt, wie sehr der Klub an ihm als langfristigem Eckpfeiler baut.
Die Gehaltsspitze ist jedoch nicht nur Ausdruck von Wertschätzung, sondern auch eine strategische Entscheidung: Der Vertrag von Musiala läuft noch bis 2026. Um ihn über diesen Zeitraum zu halten, müssen die Bayern finanziell an die Schmerzgrenze gehen. Konkurrenten aus England und Spanien haben längst ihr Interesse angemeldet.
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