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Sport

Füchse Berlin nach Siebenmeter-Krimi im Final Four der Handball-Champions-League

J. Hein

06. June 2026

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Die Füchse Berlin haben ein nervenaufreibendes Halbfinale der Champions League gegen Veszprem für sich entschieden. Nach einem dramatischen Siebenmeterwerfen steht der Bundesligist erstmals im Final Four der Königsklasse.

Füchse Berlin nach Siebenmeter-Krimi im Final Four der Handball-Champions-League

Ein Abend der Nerven

Es war ein Spiel, das die Zuschauer bis zur letzten Sekunde in Atem hielt. Die Füchse Berlin empfingen den ungarischen Spitzenclub Telekom Veszprem zum Halbfinale der EHF Champions League. Am Ende eines intensiven und hart umkämpften Abends stand ein dramatischer Sieg im Siebenmeterwerfen. Der Berliner Bundesligist zog damit erstmals in der Vereinsgeschichte in das Final Four der Königsklasse ein. Die Halle tobte, die Spieler fielen sich in die Arme – ein historischer Moment für den Club.

Ein Krimi über 60 Minuten

Schon die reguläre Spielzeit hatte alles, was sich Handball-Fans wünschen: hohes Tempo, starke Paraden auf beiden Seiten und eine packende Spannung. Die Füchse erwischten einen guten Start, lagen zur Halbzeit knapp in Führung. Veszprem, mit zahlreichen Stars gespickt, kämpfte sich jedoch immer wieder heran. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit schien das Blatt sich zugunsten der Gäste zu wenden, doch Berlin kämpfte sich zurück und erzwang die Verlängerung.

Verlängerung und Siebenmeter-Entscheidung

Die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Beide Teams schenkten sich nichts, die Abstände blieben minimal. Am Ende stand es unentschieden, sodass das Siebenmeterwerfen die Entscheidung bringen musste. Hier zeigten die Berliner Nervenstärke. Torhüter Dejan Milosavljev avancierte zum Helden, als er mehrere Würfe der Ungarn parierte. Auf der anderen Seite verwandelten die Schützen der Füchse eiskalt. Der Jubel nach dem letzten verwandelten Siebenmeter kannte keine Grenzen.

Vom Krankenhaus ins Halbfinale

Eine besondere Geschichte schrieb einer der Berliner Spieler: Er war noch kurz vor dem Spiel aus dem Krankenhaus gekommen, nachdem er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Dass er dann auf dem Feld stand und eine so entscheidende Rolle spielte, machte den Erfolg umso emotionaler. „Das war unglaublich. Ich hatte echt Schmerzen, aber wenn man so ein Spiel hat, vergisst man alles“, zitierte der Spieler. Sein Einsatz war symptomatisch für den unbändigen Willen der gesamten Mannschaft.

Der Weg ins Final Four

Mit diesem Sieg qualifizierten sich die Füchse Berlin für das Final Four, das im Juni in Köln stattfinden wird. Dort treffen die vier besten Vereinsmannschaften Europas aufeinander. Für Berlin ist es die erste Teilnahme an diesem prestigeträchtigen Turnier. Die Mannschaft um Trainer Jaron Siewert will nun den nächsten Schritt gehen und um den Titel mitspielen. In der Bundesliga belegen die Füchse derzeit einen starken Platz, und mit diesem Erfolg haben sie gezeigt, dass sie auch auf europäischer Ebene zur Spitze gehören.

Die Gegner im Final Four

Neben den Füchsen haben sich drei weitere Top-Clubs für das Final Four qualifiziert. Titelverteidiger FC Barcelona, der dänische Spitzenclub Aalborg Håndbold und der polnische Meister KS Kielce. Die Auslosung der Halbfinalpaarungen steht noch aus, aber klar ist, dass die Konkurrenz enorm ist. „Wir fahren nach Köln, um zu gewinnen. Jetzt sind wir im Final Four, da ist alles möglich“, sagte ein sichtlich emotionaler Geschäftsführer der Füchse. Die Vorfreude in der Hauptstadt ist riesig.

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