Spektakuläre Rettung: Kuh aus Jauchegrube befreit
06. June 2026
Ein ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr: Eine Kuh war in eine Jauchegrube gestürzt und musste mit einem Kran gerettet werden. Der Vorfall endete glimpflich.
Der Alarm
Es war ein Anruf, den die Feuerwehr so schnell nicht vergessen wird. Auf einem Bauernhof in Südtirol war eine Kuh in eine Jauchegrube gefallen. Das Tier steckte bis zum Hals in der dickflüssigen Brühe und konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien. Die Landwirtin hatte die Kuh vermisst und schließlich in dem offenen Behälter entdeckt.
Die Rettungskräfte rückten mit schwerem Gerät an. Die Grube war mehrere Meter tief und die Flüssigkeit stand der Kuh buchstäblich bis zum Hals. Höchste Eile war geboten, denn die Kuh drohte zu ersticken oder an Erschöpfung zu sterben.
Die Rettungsaktion
Die Feuerwehrleute spannten zunächst Gurte um den Körper der Kuh und befestigten sie an einem Kran. Mit äußerster Vorsicht wurde die Kuh dann langsam aus der Grube gehoben. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Tier war bereits geschwächt.
- Die Kuh wurde mit einem Kran aus der Jauchegrube gezogen.
- Nach der Befreiung wurde die Kuh sofort vom Tierarzt untersucht.
- Sie war unterkühlt und hatte Schluckbeschwerden, überlebte aber.
Die Aktion dauerte etwa zwei Stunden. Während dieser Zeit wurde die Kuh von einem Tierarzt betreut, der ihr Beruhigungsmittel verabreichte und ihre Vitalfunktionen überwachte. Nach der geglückten Bergung wurde das Tier mit warmem Wasser abgespritzt und in einen Stall gebracht.
Die Hintergründe
Wie genau die Kuh in die Jauchegrube geraten war, ließ sich nicht eindeutig klären. Vermutlich hatte das Tier auf der Weide einen schlecht gesicherten Deckel der Grube überquert, der unter ihrem Gewicht nachgab. Solche Unfälle kommen immer wieder vor, sind aber selten spektakulär. Die Jauchegrube diente der Lagerung von Gülle, die als Dünger verwendet wird.
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von landwirtschaftlichen Anlagen auf. Experten betonen, dass Gruben und andere offene Behälter auf Höfen stets sicher abgedeckt sein sollten, um Tieren und Menschen nicht zur Gefahr zu werden. In diesem Fall hatte der Deckel offenbar dem Gewicht des Tieres nicht standgehalten.
Für die Landwirtin und die Rettungskräfte war es ein Tag, der in Erinnerung bleibt. Die Kuh erholte sich in den folgenden Tagen und konnte bald wieder auf die Weide. Die Feuerwehr lobte die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtin und dem Tierarzt, die maßgeblich zum Gelingen der Rettung beitrug.
J. Hein
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