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Samstag, der 6. Juni 2026

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Gesellschaft

Gülle-Unfälle in der Landwirtschaft: Eine unterschätzte Gefahr

J. Hein

06. June 2026

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Ein Gülleaustritt in Oberösterreich, eine Kuh, die in einer Jauchegrube zu ertrinken droht, und ein tödlicher Unfall in der Schweiz: Immer wieder kommt es zu gefährlichen Zwischenfällen mit Gülle. Was steckt dahinter?

Gülle-Unfälle in der Landwirtschaft: Eine unterschätzte Gefahr

In Oberösterreich ist vor kurzem eine große Menge Gülle ausgetreten. Das passiert immer wieder in der Landwirtschaft. Jauche, Gülle, Flüssigmist – die Namen sind verschieden, die Gefahr ist dieselbe. Dass es nicht nur um Umweltverschmutzung geht, zeigt ein weiterer Vorfall: In der Schweiz musste eine Kuh aus einer Jauchegrube gerettet werden. Sie stand bereits bis zum Hals in der Brühe. Nur knapp entkam das Tier dem Tod.

Gülle als tödliche Falle

Doch nicht immer geht die Sache glimpflich aus. In Trubschachen in der Schweiz starb ein 49-jähriger Mann in einer Jauchegrube. Er war in das Loch gestürzt und erlag den giftigen Gasen. Experten warnen seit Jahren vor diesen Gefahren. Gruben werden oft belüftet, aber das reicht nicht immer.

Die unsichtbare Gefahr

Gülle setzt bei der Zersetzung giftige Gase frei, allen voran Schwefelwasserstoff. Schon geringe Konzentrationen können tödlich sein. Wer in eine Grube fällt, ist meist innerhalb von Minuten bewusstlos. Atemschutz ist lebensnotwendig, wird aber oft vernachlässigt.

  • Schwefelwasserstoff blockiert die Zellatmung.
  • Die Gase sind schwerer als Luft, sie sammeln sich am Boden.
  • Selbst kurzer Aufenthalt kann tödlich enden.

Technische Sicherheitsvorkehrungen

Landwirte müssen gesetzlich Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören Belüftungssysteme, Warnmelder und Absturzsicherungen. Doch auf vielen Höfen sind die Anlagen veraltet.

Ein Umdenken ist dringend nötig. Die Unfälle zeigen, dass oft das Bewusstsein für die Gefahren fehlt. Dabei ließe sich vieles vermeiden.

Rettungseinsätze sind riskant

Nicht nur die Opfer selbst sind in Gefahr. Auch Helfer geraten immer wieder in die tödliche Falle. Deshalb gilt: Nie ohne Atemschutz in die Grube steigen. Und immer einen zweiten Mann zur Sicherung bereithalten.

Prävention ist der Schlüssel

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