Denn "Beitrag" klingt nach "Mitgliedschaft", die wir uns normalerweise selbst aussuchen können, gewöhnlich für einen Service den wir gut finden. Etwa für die Stadtbücherei, das Fitnesstudio oder die Videothek.

Doch auch wer kein Fernsehen schaut, kein Radio hört und keine öffentlich-rechtliche Mediathek nutzen will, soll monatlich 17,98 Euro "Rundfunkbeitrag" zahlen.

"Der Rundfunkbeitrag wird (...) für die Möglichkeit gezahlt, sich über das öffentlich-rechtliche Rundfunkangebot informieren, bilden und unterhalten lassen zu können", wird auf der Website von "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice", wie die "GEZ" nun heisst, erklärt.

Nicht mehr pro Gerät, oder was viel tragischer ist, pro "Nichtgerät" nicht, sondern pauschal pro

Haushalt.

Was aber auch bedeutet, nicht pro Person. Ergo fällt für einen Zweitwohnsitz oder eine Ferienwohnung ein zweites Mal Gebühr an.
Positiv dagegen - in Wohngemeinschaften, Lebensgemeinschaften und Familien wird nur noch einmal bezahlt. Egal wie viele Bewohner, egal wie viele Geräte. "Wer durch das neue Beitragsmodell entlastet wird und künftig weniger zahlt, muss die Änderung mitteilen."

Um alle Haushaltsvorstände zu ermitteln wird der "Beitragsservice" 2013 seine Datensätze mit denen der Einwohnermeldeämter abgleichen. Datenschutzrechtlich gibt es laut ehemaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Prof. Hans Peter Bull keine Bedenken.

Wer sich bis dahin nicht freiwillig angemeldet hat und zahlt, wird bis hin zur Pfändung vollstreckt.

Befreien lassen können sich nur noch Empfänger "bestimmte staatlicher Sozialleistungen" und Taubblinde. Behinderte mit Merkzeichen "RF" im Schwerbehindertenausweis zahlen ermässigt 5,99€.