Der Buchstabe ist das Symbol der Castor- und Atomkraftgegner und im Wendland während der Demonstrationen, die den umstrittenen Transport des atomaren Restmülls jedes Jahr begleiten, überall zu sehen. "Greenpeace" sorgte in Städten wie Düsseldorf, Hamburg, Köln, Hannover, Münster und Magdeburg dafür dass das "X" bundesweit zu sehen war.

Ab Einbruch der Dämmerung wurde das "X" auf verschiedenste Weise in Szene gesetzt. So wurde das "X" in Köln vor dem Dom in den Himmel projiziert, in Düsseldorf leuchtete ein riesiges Neonleuchten-X vor dem Panorama der Altstadt, in Lübeck vor dem Holstentor. Laut "Kanal 8" formten Aktivisten auf dem Trierer Kornmarkt mit Kerzen und Grablichtern ein zehn mal zehn Meter großes "X".

Am Rande der Aktionen wurde ausführlich über die geplante Großdemonstration am 26. November informiert.
"Der vielfältige und bunte Protest war ein Vorgeschmack auf den Protest Ende November", so Greenpeace-Atomexperte Tobias Riedl.
Alle Interessierten, die planen zu den Protesten ins Wendland zu fahren, konnten sich beim "leuchtenden Protest" ausreichend mit Informationen über Anlaufstellen für Übernachtung und Verpflegung versorgen.

Im August waren von "Greenpeace" am Zwischenlager in Gorleben erhöhte Grenzwerte gemessen worden. Nach einer Neumessung der zuständigen Stellen war die Grenzwertüberschreitung plötzlich wieder verschwunden und das Niedersächsische Umweltministerium (NMU) vermeldete alles sei in Ordnung. Ein erhöhter Grenzwert hätte zum Stop des geplanten Castortransports Ende November geführt.

Nach den Messungen und Berechnungen von "Greenpeace" wurde der zulässige Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert bis Jahresende überschritten.

"Mit jedem Castortransport wird der Salzstock Gorleben als Endlagerstandort zementiert. Das dürfen wir nicht zulassen", so Riedl. Gorleben ist aus geologischen Gründen als Endlager ungeeignet. Unter dem durchlässigen Salzstock liegt das größte Gasvorkommen Deutschlands.