Leider geht es nun auch dem Weihnachtsgebäck geschmacklich an den Kragen. Der Aromastoff Cumarin, der im Cassia-Zimt enthalten ist, steht laut dem Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Verdacht in hoher Dosierung Krebs und Leberschäden auszulösen. Im weihnachtlichen Zimtgebäck wurden Cumarinwerte gemessen, die den europäischen Grenzwert bis um das Vierzigfache überschreiten.

Die deutschen Süßwarenindustrie arbeitet deswegen daran

die Rezepturen des Weihnachtsgebäcks, wie Zimtsternen und Lebkuchen, umzustellen. Das kündigte Klaus Reingen der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands an. Etwa die Menge an Zimt zugunsten anderer weihnachtlicher Gewürze wie Anis und Nelken zu reduzieren. Aber wie wird wohl ein Zimtstern mit weniger Zimt oder einem Ersatzgewürz schmecken? Eine Alternative zum Cassia-Zimt wäre der teurere Ceylon-Zimt, der weniger mit Cumarin belastet ist.

Wer privat auf den weniger belasteten Zimt umsteigen will, sollte am besten auf Zimtstangen zurückgreifen die optisch unterschieden werden können, da Zimtpulver nach Aussage des BfR nicht immer richtig deklariert wird. "Während bei Cassia-Zimt eine relativ dicke Rindenschicht zu einem Röllchen eingerollt ist, ähnelt eine Ceylon-Zimt-Stange im Querschnitt einer angeschnittenen Zigarre - mehrere feine Rindenlagen sind zu einer Zimtstange gerollt, so dass ein vergleichsweise eng gepackter Querschnitt resultiert."

Cumarin ist nicht nur im Zimt enthalten, sondern z.B. auch im Waldmeister, von dessen übermässigem Genuss ebenfalls abgeraten wird.

Ich persönlich werde auf Weihnachtsgebäck nicht verzichten, man muss es ja nicht jeden Tag essen. Oder was meint ihr?

Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln unter http://www.bfr.bund.de/