Es ist das 43. Mal in Folge, dass ein Wort des Jahres gesucht und gefunden wurde. Die Entscheidung für das 2019er Wort kürte ein Jury am 27. November. Diese setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Hauptvorstandes der GfdS und aus ihren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Das Wort des Jahres 2019 lautet „Respektrente“. Es bezieht sich auf eine seitens der Politik geplante Einführung einer Grundrente für Menschen, die bis dato nach 35 Jahren Erwerbsarbeit eine Rente unterhalb des Existenzminimums bekommen.

Sprachlich betrachtet „handelt es sich um die Neubildung eines Hochwertwortes in der politischen Debatte, die der Selbstaufwertung durch Fremdaufwertung dient“, heißt es in der offiziellen Pressemeldung der GfdS zum Wort des Jahres 2019. „Es gehe bei dem Projekt nicht ausschließlich um einen Beitrag zur Bekämpfung von Altersarmut, so der Bundesarbeitsminister, sondern vor allem um Respekt, die ,Anerkennung der Lebensleistungʻ.“

Wort des Jahres: Das ist die Top 10
Den zweiten Platz belegt das Wort „Rollerchaos“. Denn E-Roller zum Mieten wurden 2019 in mehreren deutschen Städte angeboten und „entwickelten sich in vielen deutschen Städten rasch zu einem Problem, da sie häufig rücksichtslos und verkehrswidrig benutzt und unkontrolliert überall abgestellt werden“.

Platz drei geht an den Anglizismus „Fridays for Future“, ist also kein Wort im direkten Sinne. Diese Wahl begründet die GfdS damit, dass die Freitagsdemonstrationen von Schülern, Schülerinnen und Unterstützern während der Schulzeit „hauptsächlich mit dem Ziel, auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen, (…) eines der beherrschenden Themen des Jahres 2019“ waren.

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Und das ist die Top 10 für das Wort des Jahres 2019:

1. Respektrente
2. Rollerchaos
3. Fridays for Future
4. Schaulästige
5. Donut-Effekt
6. brexitmüde
7. gegengoogeln
8. Bienensterben
9. Oligarchennichte
10. Geordnete-Rückkehr-Gesetz