Der Aufruf zum Wettbewerb „Wort des Jahres“ erfolgt alljährlich durch die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden. Im vorigen Jahr wurde „Fanmeile“ zum Siegerwort gekürt, in 2005 war es „Bundeskanzlerin“, in 2004 „Hartz IV“.
Wie aus einer aktuellen Mitteilung auf der Homepage der GfdS hervorgeht, wählte die Jury zehn Wörter des Jahres aus mehr als 3.000 Vorschlägen aus. Davon seien mehr als 200 von sprachinteressierten Bürgern, Schulklassen und GfdS-Mitgliedern eingereicht worden. Den Rest hätten die Mitarbeiter Gesellschaft in den vergangenen zwölf Monaten zusammengetragen. In diesem Jahr nun ist „Klimakatastrophe“ das Wort des Jahres. Gerhard Müller von der GfdS sagte zu der Entscheidung: „Klimakatastrophe zeigt die Richtung, die der Klimawandel annimmt.“ Auf Rang zwei landete das Wort „Herdprämie“, ein Schlüsselbegriff in der Diskussion um die Kinderbetreuung. Durch die Debatte um den Nichtraucherschutz schaffte es der Begriff „Raucherkneipe“ auf Platz drei.
Auf Rang vier und fünf wurden „arm durch Arbeit“ beziehungsweise „Dopingbeichte“ gewählt. Mit dem Wort „Lustreisen“ an sechster Stelle fand auch die VW-Affäre Eingang in die Top Ten. Auf den folgenden Rangen stehen „Second Life“, „Bundestrojaner“ und „spritdurstig“. Und Platz zehn hängt mit dem derzeit berühmtesten Eisbären der Welt zusammen: „Alles wird Knut“.