Die ultimative "Sex And The City"-CD kann mit großen, prominenten Stimmen aufwarten – und passt trotzdem in jedes Gucci-Täschchen. Der Titelsong "Labels Or Love" wird von Black-Eyed-Peas-Frontfrau Fergie gesungen. "Ein eigens dafür aufgenommenes Stück, das das ‚Sex And The City’-Gen in sich trägt", weiß Regisseur Michael Patrick King. Und tatsächlich: In den fetzigen Track mit den schrägen Bläsern haben sich auch die vertrauten Klänge des bekannten "Sex And The City"-Themas eingeschlichen – während Fergie sich mit Vocoder-modulierter Stimme hinreißend sexy auf Liebes-Shopping-Tour begibt. Fergie ist bekennender Fan der Serie und musste nicht lange überredet werden. "Ich bin damit aufgewachsen, ‚Sex & The City’ anzuschauen, so wie viele meiner Freundinnen. Wir hatten immer das Gefühl, die Darstellerinnen wären unsere Freundinnen."

Ein echtes Juwel ist der Beitrag von Jennifer Hudson. Die stimmgewaltige Oscar-Preisträgerin ("Dreamgirls") singt das Gänsehaut-Stück "All Dressed In Love" und bildet damit den

direkten Link zum Film: Hierin spielt sie Louise, Carries neue Assistentin, die ähnlich wie einst ihre Chefin nach New York kommt, um die große Liebe zu finden. Von Jazz-Musikerin Nina Simone gibt es einen speziell angefertigten Remix ihres Titels "The Look Of Love". Denn was wäre der Big Apple ohne die Jazz-Kneipen, in denen sich Mann und Frau tief in die Augen blicken? Damit aber nicht genug der geballten Frauenpower. Senkrechtstarterin Duffy singt ihre Northern-Soul-Hymne "Mercy". India Arie, die beeindruckende Dame des Neo-Soul, präsentiert mit Gospelchor die bittersüße Abschiedsode "The Heart Of The Matter". Und die hippieske Britin Joss Stone gibt im Duett mit Al Green dem einst von den Bee Gees geschriebenen Stück "How Can You Mend A Broken Heart" neuen Pep.

Überraschend hingegen die Interpretation des Bee-Gees-Klassikers "How Deep Is Your Love" durch das amerikanische Indiepop-Duo The Bird & The Bee: Gesungen aus unschuldiger Mädchenkehle vermittelt das Stück passend zu den warmen Monaten die Zartheit und Leichtigkeit einer Pusteblume. Und weil der Sommer nicht nur heiß wird, sondern auch sexy, kommt Musikalisches gegen Überhitzung gerade recht: Ein chilliger Himmel voller Geigen für Carrie, ihren Mr. Big und alle anderen Liebesverrückten wird uns vom skandinavischen Popkollektiv Bliss präsentiert. Aber wie in jeder aufregenden Beziehung gibt es auch mal lautere Töne: Verstörend, bissig und etwas chaotisch kommt das Rockquartett Morningwood um die Ecke, deren Frontfrau aus Überzeugung ein Lied auf die "New York Girls" singt. Die Gebrauchsanweisung dafür, dass sich Stilettos auch gut zum Zutreten eignen, liefert sie gleich mit. Am Ende weist der Klassiker "Walk This Way" von RunDMC und Aerosmith den Protagonisten hoffentlich den Weg in die Kirche.

Aufschlüsse darüber könnte der traditionsgemäß zu besonderen Feierlichkeiten gesungene Folksong "Auld Lang Syne" geben – hier dargeboten von Mairi Campbell & Dave Francis. Der passt nämlich auf jedes Happy End.

TRACKLISTING
1. "Labels or Love" - Fergie
2. "All Dressed In Love" - Jennifer Hudson
3. "Mercy" - Duffy
4. "The Look Of Love" (Madison Park vs Lenny B Remix) - Nina Simone
5. "New York Girls" - Morningwood
6. "All This Beauty" - The Weepies
7. "I Like The Way" - Kaskade
8. "It's Amazing" - Jem
9. "How Deep Is Your Love" - The Bird & The Bee
10. "The Heart Of The Matter" - India.Arie
11. "Auld Lang Syne" - Mairi Campbell & Dave Francis
12. "Kissing" - Bliss
13. "How Can You Mend A Broken Heart" - Al Green featuring Joss Stone
14. "Walk This Way" - Run-D.M.C. featuring Steve Tyler and Joe Perry of Aerosmith
15. "Sex and the City Movie Theme" - The Pfeifer Broz. Orchestra