Dortmund nach Elfer-Krimi in Frankfurt eine Runde weiter – Köln patzt gegen St. Pauli
06. June 2026
Zwei packende Pokalabende, zwei unterschiedliche Ausgänge: Während Borussia Dortmund nach einem dramatischen Elfmeterschießen in Frankfurt das Achtelfinale erreicht, muss sich der 1. FC Köln im Kellerduell mit einem späten Strafstoß begnügen und verpasst den Sieg.
Die erste Runde des DFB-Pokals hielt am Dienstagabend gleich zwei denkwürdige Partien bereit. In Frankfurt lieferten sich Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund ein irres Spiel, das erst vom Punkt entschieden wurde. In Hamburg traf der 1. FC St. Pauli auf den 1. FC Köln – ein Duell zweier Teams, die in der Liga ums Überleben kämpfen. Am Ende blieb beiden Paarungen die Spannung bis zur letzten Minute erhalten, doch nur Dortmund konnte sich jubelnd in die nächste Runde verabschieden.
Ein Wahnsinns-Abend in Frankfurt
Was für ein Pokalkrimi! 120 Minuten voller Intensität, Spielfreude und defensiver Fehler mündeten in ein Elfmeterschießen, das zur Heldengeschichte eines Torwarts wurde. Gregor Kobel von Borussia Dortmund stand im Mittelpunkt, als er gleich mehrere Strafstöße parierte und damit den BVB vor dem Ausscheiden rettete. Die Frankfurter hatten zuvor zwei Mal geführt, zweimal glich Dortmund aus. In der regulären Spielzeit fielen Tore im Minutentakt, die Zuschauer kamen kaum zum Verschnaufen. Besonders brisant: In der Verlängerung wurde ein Dortmunder Angriff wegen einer knappen Abseitsstellung zurückgepfiffen – eine Entscheidung, die für hitzige Diskussionen sorgte.
Für Eintracht Frankfurt war das Ausscheiden bitter. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner hatte phasenweise überzeugt, doch am Ende fehlte das Quäntchen Glück. Borussia Dortmund hingegen zeigte einmal mehr seine Pokal-Qualitäten und darf nun auf ein weiteres Endspiel im Berliner Olympiastadion hoffen. Die Atmosphäre im ausverkauften Stadion war elektrisierend.
Diskussion um Strafstoß-Szene
Nicht nur die Leistung der Torhüter, sondern auch eine umstrittene Szene heizte die Gemüter an. Ein Frankfurter Spieler war im Strafraum zu Fall gekommen – fiel er zu Recht, oder war es eine Schwalbe? Die Bilder gingen durch die sozialen Netzwerke, und die Meinungen gingen weit auseinander. Während die einen einen klaren Elfmeter sahen, sprachen andere von Simulation. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, was die Diskussionen noch befeuerte. In den kommenden Tagen wird diese Szene sicherlich noch nachwirken.
Köln verpasst die Chance auf Befreiungsschlag
Ganz anders verlief die Partie in Hamburg. Der 1. FC St. Pauli und der 1. FC Köln lieferten sich ein intensives Kellerduell, das vor allem durch Kampf und Leidenschaft geprägt war. Torchancen waren Mangelware, beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Erst in der Schlussphase wurde es richtig spannend: Ein spätes Foul an einem Angreifer der Kölner führte zu einem Strafstoß – den verwandelte der Gefoulte selbst zur Führung. Die Freude der Gäste hielt aber nur kurz, denn St. Pauli schlug postwendend zurück und rettete sich mit dem Ausgleich ins Ziel. Am Ende hieß es 1:1, eine Punkteteilung, die beiden Mannschaften wenig hilft. Köln bleibt im Tabellenkeller gefangen, St. Pauli verpasst den erhofften Sprung ins Mittelfeld.
Die Stimmen zum Spiel
Die Verantwortlichen beider Teams zeigten sich nach dem Abpfiff enttäuscht. Der Kölner Trainer kritisierte die mangelnde Chancenverwertung, während sein Hamburger Kollege die Moral seiner Mannschaft lobte. Für die Zuschauer war es ein unterhaltsamer Abend, doch die sportlichen Probleme bleiben bestehen. Der Druck auf die Trainer wächst.
Auswirkungen auf die Liga
Die Ergebnisse haben nicht nur für den Pokal Bedeutung, sondern auch für die Stimmung in den jeweiligen Lagern. Bei Borussia Dortmund herrscht Zuversicht: Das Team hat gezeigt, dass es auch in engen Spielen bestehen kann. Die Mannschaft von Edin Terzić darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen weiteren Titel machen. Anders in Köln: Der verpasste Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wiegt schwer. Die Krise beim FC spitzt sich zu. Auch St. Pauli steht unter Druck: Nach zuletzt schwachen Auftritten war ein Sieg dringend nötig, um den Anschluss zu halten.
Die nächsten Aufgaben
Während die Dortmunder in der nächsten Pokalrunde auf einen noch unbekannten Gegner treffen, müssen Köln und St. Pauli in der Liga ran. Beide Teams stehen vor richtungsweisenden Partien. Die Fans hoffen auf eine Trendwende – die Zeit drängt. Die Entscheidung, wer am Ende die Klasse hält, wird erst in einigen Monaten fallen. Die Pokalnacht hat jedoch eines gezeigt: Fußball lebt von seinen Emotionen.
A. Scholl
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