Abseits der großen Routen: Diese fünf Camper-Destinationen werden 2026 zum Trend
13. June 2026
Weniger überlaufen, mehr Natur: National Geographic hat fünf aufstrebende Reiseziele für Camper im Jahr 2026 identifiziert. Von den Weiten Skandinaviens bis zu versteckten Ecken in Südeuropa.
Der Camping-Urlaub boomt – doch immer mehr Reisende suchen das Abseits. Statt überfüllter Stellplätze an der Adria oder in den französischen Küstenregionen zieht es Camper zu Zielen, die noch als Geheimtipp gelten. National Geographic hat fünf Destinationen für 2026 benannt, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen und mit unberührter Natur, Ruhe und neuen Erlebnissen locken.
Skandinavien: Weite und Freiheit pur
An der Spitze der Liste stehen die norwegischen Fjorde und die schwedischen Seenplatten. „Hier gibt es so viele öffentliche Stellplätze wie nirgendwo sonst in Europa“, heißt es in der Analyse. Das skandinavische Jedermannsrecht erlaubt wildes Campen in weiten Teilen der Wälder und an den Küsten – eine Freiheit, die in anderen Regionen selten geworden ist. Besonders die Lofoten in Norwegen oder die Insel Gotland in Schweden ziehen zunehmend naturliebende Wohnmobilisten an.
Der Balkan: Unentdecktes Hinterland
Kroatien ist längst kein Geheimtipp mehr, aber das Landesinnere der Balkanstaaten schon. Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien bieten Campern eine Mischung aus atemberaubenden Gebirgslandschaften und kulturellen Schätzen. Die Preise sind noch moderat, die Gastfreundschaft groß. Besonders der Durmitor-Nationalpark in Montenegro oder die Plitvicer Seen, die auch von der kroatischen Küste aus erreichbar sind, werden als Highlights genannt.
Neue Routen in Südeuropa
Auch im Süden des Kontinents tut sich etwas: In Spanien entdecken Camper die Regionen Extremadura und Aragonien abseits der Küsten. Portugal lockt mit dem Alentejo, einer weitgehend unberührten Hügellandschaft, die sich ideal für längere Aufenthalte eignet. Italien setzt auf die Abruzzen – eine Region, die mit drei Nationalparks und kilometerlangen Küstenabschnitten aufwartet, die weit weniger frequentiert sind als die Toskana oder die Amalfiküste.
Osteuropa: Rückkehr der Natur
Polen, Rumänien und das Baltikum gewinnen an Bedeutung. Die Masurische Seenplatte in Polen, das Donaudelta in Rumänien oder die Nationalparks in Estland und Lettland bieten Campern eine einzigartige Flora und Fauna. „Diese Länder haben in den letzten Jahren massiv in die Infrastruktur für Wohnmobile investiert“, betont die Recherche. Stellplätze mit Strom- und Wasseranschluss entstehen dort ebenso wie einfache, aber gepflegte Stellplätze inmitten von Wäldern und an Seen.
Was 2026 den Unterschied macht
- Nachhaltigkeit: Immer mehr Camper achten auf umweltfreundliche Reiseoptionen. In den genannten Regionen sind Biotop-Stellplätze und autarker Camping die Regel.
- Ruhe und Platz: Während beliebte Spotts überbucht sind, bieten die neuen Destinationen noch unverbaute Panoramen und echte Erholung.
- Kosten: Die Lebenshaltungskosten sind in vielen Balkan- und osteuropäischen Ländern niedriger, was den Urlaub günstiger macht.
Für Camper, die das Bekannte hinter sich lassen wollen, bieten sich 2026 also vielversprechende Alternativen. Die genannten Destinationen sind noch nicht von Massentourismus gezeichnet – das könnte sich allerdings schnell ändern.
A. Scholl
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