Schätzungen zufolge sind derzeit 500.000 bis 1,5 Millionen Menschen mit dem Zika-Virus infiziert: Aufgrund der eher milden Symptome wissen viele Infizierte gar nicht, dass sie das Virus in sich tragen.

So treten die Symptome nur bei einem von fünf Infizierten auf, wozu unter anderem Gelenkschmerzen, Hautausschlag und Fieber gehören können. Die Symptome sind spätestens nach einer Woche abgeklungen.

Zika-Virus: Gefahr für Europa?
Die Weltgesundheitsorganisation warnt insbesondere wegen der bald steigenden Temperaturen auf der Nordhalbkugel vor einer schnelleren Ausbreitung des Zika-Virus – auch Europa könne dies betreffen:

„Jedes Land der Europäischen Region, in dem Mücken der Gattung Aedes vorkommen, ist in Bezug auf eine Ausbreitung des Zika-Virus gefährdet“, heißt es in einer Mitteilung der Organisation. Vor allem durch die Temperaturen der warmen Jahreshälfte erhöhe sich das Risiko.

Reisewarnungen oder

Handelsbeschränkungen wegen des Zika-Virus seien aktuell dennoch kein Muss: „Als Vorsorgemaßnahme können nationale Regierungen nach Bewertung der vorliegenden Erkenntnisse und der örtlichen Risikofaktoren Reiseempfehlungen für ihre Bürger ausgeben.“

Der Kampf Brasiliens gegen Zika
Um den Aktionsplan der WHO gegen Zika realisieren zu können, werden bis dato rund 56 Millionen Euro benötigt. Vorgesehen sind unter anderem die Bekämpfung der Mücken, die das Virus auf den Menschen übertragen, sowie Aufklärungsarbeit. Die Internationale Atomenergiebehörde wolle sich finanziell an den Kosten beteiligen.

„Jedes Land der Europäischen Region, in dem Mücken der Gattung Aedes vorkommen, ist in Bezug auf eine Ausbreitung des Zika-Virus gefährdet. Auch wenn inzwischen eine Anzahl von mit dem Virus infizierten Personen in die Länder der Europäischen Region eingereist sind, so ist die Krankheit doch bisher nicht weiter übertragen worden, da die Stechmücken noch nicht aktiv sind. Zu Beginn der Frühjahrs- bzw. Sommersaison erhöht sich allerdings die Gefahr einer Ausbreitung des Zika-Virus.“

Die brasilianische Regierung will mit Gammastrahlung aktiv werden: Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, sollen Millionen männlicher Mücken bestrahlt und dadurch sterilisiert werden. Diese Männchen könnten die Weibchen danach noch befruchten, Larven sollen die Weibchen allerdings nicht bekommen.