Kürzlich tagten die Mitglieder von Consumer International, dem Weltverband aller Verbraucherschutzorganisationen, im australischen Sydney. Dort vergaben sie die Preise für die schlechtesten Produkte 2007. Das sind die Gewinner:

1. Coca-Cola: Der Getränke-Konzern wurde ausgezeichnet, weil er in den USA und Lateinamerika ein Mineralwasser mit dem Namen Dasani verkauft hatte, für das auch kräftig die Werbetrommel gerührt wurde. Dabei stammt dieses Mineralwasser aus denselben Quellen wie das örtliche Leitungswasser.
2. Kellogg’s: Das US-amerikanische Unternehmen verkauft besonders schlechtes Essen. Es verdiene dadurch Geld, indem es Produkte mit viel Fett und Zucker oder Salz verkaufe. Zwar habe Kellogg’s seine Firmenpolitik geändert, nachdem gerichtliche Schritte angedroht worden sind. Allerdings tue der Konzern zu wenig und das Ganze komme zu spät.
3. Mattel: Der Spielzeug-Multi wurde geehrt für den Rückruf von etwa 19 Millionen in

China hergestellten Spielzeugen: Entweder war bleihaltige Farbe drin oder sich ablösende Teil dran, die leicht zu verschlucken sind.
4. Takeda: Der japanische Pharma-Konzern erhielt eine Auszeichnung, weil er auf folgende Weise ein Schlafmittel für Kinder beworben hatte: In den Fernsehspots für das Präparat Rozerem wurde nicht auf mögliche Gesundheitsgefahren hingewiesen.

Ausschlaggeben für die Auswahl der Gewinner sind zum Beispiel die Größe des Unternehmens, die Absatzzahlen und die Auswirkungen auf den Verbraucher. Vertreter von Consumer International wählen dafür aus Vorschlägen ihrer 220 Mitgliedsorganisationen aus. Aus Deutschland sind der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Verbraucher Initiative und die Stiftung Warentest bei Consumer International vertreten.