Der Haftbefehl der gegen den Australier erlassen wurde, hat jedoch nichts mit seinen spektakulären Enthüllungen im Internet zu tun, sondern dem Verdachts auf Vergewaltigung. Die schwedische Feministin Anna Ardin und die Künstlerin Sofia Willen, die beide eine Affäre mit Assange hatten, hatten ihn in Stockholm angezeigt.

Assanges Anwalt Mark Stevens spricht laut "Spiegel" von einem "Trick" um seinen Klienten fest zu setzen. Denn die Vorwürfe gegen Assange entstanden bereits im August dieses Jahres und sein Klient habe sich damals zur Vernehmung und Befragung zur Verfügung gestellt. Dann seien Haftbefehl und Vorwurf zurück genommen worden und es blieb nur noch der Vorwurf der Belästigung. Bis plötzlich im November ein neuer Haftbefehl ausgestellt wurde.

Stevens befürchtet sein Klient könne einmal verhaftet bis in die USA "weiter gereicht" werden.

Merkwürdig erscheint der schwedische Fall vor allem durch die Tatsache das beide Frauen zunächst einvernehmlichen Sex mit Assange hatten und erst zur Polizei gingen, nachdem sie

erfuhren das dieser innerhalb kurzer Zeit mit beiden eine Affäre hatte.

Zudem sollen sie beide, bevor die Dreiecksbeziehung aufflog, per "Twitter" von dem politischen Aktivisten geschwärmt haben.

Ins Auge sticht auch das die Feministin Anna Ardin vor nicht allzu langer Zeit in einen Blogartikel unter dem Titel " Rache ist süss", eine hasserfüllte Anleitung verfasste wie Frau sich an einem Mann rächen sollte, wenn dieser sie hintergeht.