Christos Frau verstorben
1995 kleidete das Künstlerehepaar das Berliner Reichstagsgebäude in einer spektakulären Aktion in silberfarbenen Stoff und wurde damit weltberühmt. Die Realisierung des "Wrapped Reichstag" beanspruchte stolze 25 Jahre. Über fünf Millionen Besucher sahen sich damals das imposante Kunstwerk in der Hauptstadt an.
Auch wenn es gelegentlich in den Hintergrund gerückt wurde, die temporäre Verhüllungskunst die sie weltweit gestalteten, war das gemeinsame Werk der Ehepartner. Zwar war das Verhüllen an sich ein Projekt Christos, doch als Christo und Jeanne-Claude sich 1958 kennen lernten, lebte der vor allem von Porträtmalerei. Ihre erste gemeinsame Verhüllung waren 1961 Fässer im Kölner Hafen. Jeanne-Claude besass grosses organisatorisches Geschick und Christo steuerte seinen künstlerischen Erfindergeist bei. Alle Entscheidungen ihre Projekte betreffend trafen sie gemeinsam.
In einer öffentlichen Erklärung liess Christo ausrichten er sei "tief traurig über den Weggang seiner Frau, Partnerin und Kollegin". Er fühle sich aber fest einem Versprechen verpflichtet, dass sie sich vor vielen Jahren gegeben hätten: "Die Kunst von Christo und Jeanne-Claude wird weitergehen."
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