Die Welturaufführung von „EO“, einer polnisch-italienischen Koproduktion, fand am 19. Mai 2022 während der Internationalen Filmfestspiele von Cannes statt. In Deutschland war der Streifen erstmals am 4. Oktober beim Filmfest Hamburg zu sehen, ehe er regulär am 22. Dezember ins Kino kam.

Regisseur von „EO“ ist Jerzy Skolimowski, der auch als Schauspieler bekannt ist – durch europäische und Hollywoodfilme wie „Marvel’s The Avengers“ (2012). Für „EO“ hat Skolimowski erneut gemeinsam mit Ewa Piaskowska das Drehbuch geschrieben. Das Duo war zudem an der Produktion beteiligt.

„EO“: Der Film-Inhalt
Die Handlung des Films spielt in der Gegenwart. Schauplatz ist zunächst ein Zirkusgelände in Polen. Ein Esel namens EO (Ettore, Hola, Marietta, Mela, Rocco und Tako) tritt mit einer jungen Frau namens Kasandra (Sandra Drzymalska) auf – sie liebt das Tier und beschützt es.

Eines Tages wird der Zirkus wegen des Protests von Tierrechtsaktivisten und -aktivistinnen geschlossen. Deshalb wird EO weggebracht und lebt zunächst in einem Pferdestall. Dort kann er allerdings auch nicht bleiben, nachdem er ein Regal voller Trophäen umgestoßen hat ...

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„EO“: Das Film-Fazit
Das Faszinierende an „EO“ ist die Esel-Perspektive, in die sich das Publikum hineinversetzen kann und die es phasenweise direkt einnimmt. Was ein einzelnes Tier alles erleben kann, mutet „ver-rückt“ an. Und einige Filmszenen sind unerwartet krass beziehungsweise krass unerwartet ... Darum ist der Film nichts für Pubertierende und zart besaitete Seelen, denn manche Bilder gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.

„EO“ war als Wettbewerbsfilm in Cannes dreimal nominiert, wo er zum einen den Großen Preis der Jury gewann und wo Pawel Mykietyn als bester Filmkomponist ausgezeichnet wurde. Summa summarum sind es bis dato mehr als 60 Nominierungen, die „EO“ vorweisen kann – darunter 15 Gewinne und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester internationaler Film“. Als DVD und Blu-Ray-Disc gibt es EO ab dem 21. Juli 2023.