Cucurella erneut im Mittelpunkt: Handspiel-Debatte neu entfacht
09. May 2026
Nach dem umstrittenen Handspiel von Marc Cucurella bei der EM 2024 sorgt der spanische Verteidiger erneut für Diskussionen. In der Premier League blieb ein weiteres Handspiel unbestraft – die Kritik wird lauter.
Kaum ein Spieler hat in den vergangenen Monaten so viele Diskussionen über die Handspielregel ausgelöst wie Marc Cucurella. Der spanische Verteidiger, der im Sommer mit seinem Team Europameister wurde, stand bereits bei der EM im Zentrum einer hitzigen Debatte. Nun gibt es einen neuen Vorfall in der englischen Premier League, der die Frage aufwirft: Wird die Regel einheitlich ausgelegt?
Der EM-Vorfall und seine Folgen
Im Viertelfinale der Europameisterschaft 2024 zwischen Spanien und Deutschland traf Cucurella der Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Anthony Taylor ließ weiterspielen, der Elfmeterpfiff blieb aus. Die Entscheidung sorgte für Empörung, vor allem in Deutschland. Cucurella selbst sagte dazu: „Man, ich wäre der meistgehasste Typ in Spanien gewesen, wenn die Situation andersherum gelaufen wäre.“
Der Vorfall zeigte einmal mehr, wie interpretationsabhängig die Handspielregel im Fußball ist. Viele Experten forderten daraufhin eine klarere Regelung. Doch anstatt einer Reform scheint die Unsicherheit weiterzugehen.
Neuer Vorfall in der Premier League
Wenige Monate nach der EM steht Cucurella erneut im Fokus. In einem Spiel der Premier League für den FC Chelsea kam es zu einer ähnlichen Szene. Der Ball sprang dem Spanier an den Arm – der Schiedsrichter entschied erneut auf Weiterspielen. Der Videobeweis griff nicht ein, was die Kritik an der mangelnden Konsequenz weiter anheizte.
Gegnerische Spieler und Fans reagierten fassungslos. „Das kann doch nicht sein“, kommentierte ein ehemaliger Schiedsrichter im TV. „Es ist schwer zu erklären, warum solche Szenen unterschiedlich bewertet werden.“
Unterschiede in der Regelauslegung
Die Diskussion dreht sich um zentrale Fragen:
- Ab wann gilt eine Hand als „natürlich“ positioniert?
- Wie nah muss der Gegenspieler sein, damit ein Handspiel als unvermeidbar gilt?
- Warum wird der Videobeweis in solchen Fällen oft nicht genutzt?
Während die einen auf die subjektive Entscheidung des Schiedsrichters verweisen, fordern andere eine automatisierte Regelanwendung. Die UEFA und die Premier League haben bisher keine konkreten Änderungen angekündigt.
Reaktionen aus dem Umfeld
Cucurella selbst äußerte sich verständnislos über die Aufregung. „Ich kann nichts dafür, wenn der Ball mich trifft. Ich versuche, meine Hand wegzunehmen“, sagte er nach dem Spiel. Seine Kritiker sehen das anders. In den sozialen Medien wird der Verteidiger teilweise heftig attackiert – von Spott bis zu Verschwörungstheorien reicht das Spektrum.
Trainer und Mitspieler stellen sich hinter Cucurella. Sie betonen, dass der Spieler die Situation nicht manipulieren könne. „Er hat alles richtig gemacht“, sagte ein Teamkollege. „Die Regel ist einfach nicht klar genug.“
Die andauernde Debatte zeigt, dass Cucurella zum Symbol für ein strukturelles Problem geworden ist: die fehlende Eindeutigkeit im Regelwerk. Ob die zuständigen Verbände darauf reagieren, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Sollte die Regel nicht präzisiert werden, werden sich solche Diskussionen wiederholen – vielleicht sogar bei der nächsten Europameisterschaft.
A. Scholl
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