Grigori Perelman hat die sogenannte Poincaré-Vermutung, die der 1912 verstorbene Franzose Henri Poincaré acht Jahre vor seinem Tod formulierte, 2002 gelöst. Dafür sollte der Russe bereits im Jahr 2006 die Fields-Medaille in Spanien überreicht bekommen. Laut Wikipedia gilt Medaille, deren offizieller Name International Medal for Outstanding Discoveries in Mathematics (Deutsch: Internationale Medaille für herausragende Entdeckungen in der Mathematik) laut, „als höchste Auszeichnung, die man als Mathematiker erhalten kann. Sie wird alle vier Jahre von der Internationalen Mathematischen Union (IMU) anlässlich des Internationalen Mathematikerkongresses (ICM) an zwei bis vier Mathematiker verliehen, die sich in besonderer Weise auf dem Gebiet der mathematischen Forschung und Entdeckung hervorgetan haben. Mit der Verleihung ist ein Preisgeld verbunden, das zuletzt 15.000 Kanadische Dollar betrug.“
Nun wollte das US-amerikanische Clay Mathematics Institute dem 44-jährigen Perelmann ein Preisgeld über eine Million US-Dollar zukommen lassen. Das sind umgerechnet 816.000 Euro. Aber Perelman möchte das Geld nicht: Der Sankt Petersburger habe das Für und Wider der Auszeichnung abgewogen und sagte laut „Spiegel Online“: „Ich habe mich dagegen entschieden“, denn er halte die Institutsentscheidung für „ungerecht“. Denn seiner Auffassung nach sei der Beitrag des US-Amerikaners Richard Hamilton „um kein

bisschen geringer“ als seiner hinsichtlich der Klärung der Poincaré-Vermutung. „Der Hauptgrund ist, kurz gesagt, meine Unzufriedenheit mit der Organisation der mathematischen Gesellschaft. Mir gefallen deren Entscheidungen nicht, ich halte sie für ungerecht“, sagte Perelman weiter.
Am Donnerstag war auf der Homepage des Clay Mathematics Institute zu lesen, dass bis zum Herbst darüber entschieden werde, wie das Preisgeld nach der Absage von Grigori Perel in die Entwicklung der Mathematik gesteckt werden könne.