Auto rast in Menschenmenge in Leipzig: Mehrere Verletzte, Tatverdächtiger festgenommen
05. May 2026
Am Freitagabend ist ein Autofahrer in der Leipziger Innenstadt in eine Menschengruppe gerast. Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen. Die Polizei hat den Fahrer festgenommen.
„Plötzlich Schreie und ein Auto mit Karacho“ – so schildert ein Augenzeuge die schrecklichen Momente, als am Freitagabend ein Fahrzeug in der Leipziger Innenstadt in eine Menschenmenge raste. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurden dabei mehrere Personen verletzt, einige von ihnen schwer. Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen.
Die Tat
Gegen 21 Uhr fuhr ein dunkler Kombi mit hoher Geschwindigkeit in die Fußgängerzone am Augustusplatz, direkt vor dem Hauptbahnhof. Das Auto demolierte auf seinem Weg mehrere Absperrungen und erfasste mehrere Menschen. Einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung zufolge blieb das Fahrzeug erst nach einem Crash mit einem Lichtmast stehen – eine Person lag zu diesem Zeitpunkt auf dem Dach des Wagens.
Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, mehrere Hubschrauber kreisten über der Stadt. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Polizei spricht von mindestens fünf Verletzten, darunter eine Person in kritischem Zustand.
Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen
Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Ob es sich um eine gezielte Amokfahrt handelt, ist noch unklar. Die Polizei durchsucht derzeit das Fahrzeug und wertet mögliche Videoaufnahmen aus Überwachungskameras und Anwohnern aus.
Der festgenommene Fahrer befindet sich in Polizeigewahrsam. Er soll den Angaben zufolge ein 37-jähriger Mann aus der Region sein. Die Hintergründe seiner Tat liegen im Dunkeln – Hinweise auf eine politische Motivation oder psychische Auffälligkeiten werden aktuell geprüft.
Zeugen beschreiben Momente des Entsetzens
Mehrere Augenzeugen schilderten gegenüber RTL und anderen Medien die Sekunden der Panik. „Man hörte nur einen lauten Motor, dann Schreie und Splittern von Glas“, sagte eine Frau, die in der Nähe eines Restaurants saß. Ein junger Mann berichtete, wie er sich hinter eine Betonsäule warf und zusehen musste, wie Menschen von dem Auto erfasst und durch die Luft geschleudert wurden. „Es war wie in einem Horrorfilm, aber echt und hier mitten in der Stadt.“
Reaktionen und Sicherheitsdebatte
Die Ereignisse haben in Leipzig Bestürzung ausgelöst. Oberbürgermeister Burkhard Jung zeigte sich tief erschüttert. In ersten Stellungnahmen fordern Politiker nun verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Fußgängerzonen, etwa durch feste Poller oder verstärkte Polizeipräsenz. Kritiker warnen jedoch vor Aktionismus, solange die genauen Hintergründe nicht geklärt sind.
Die Polizei bittet die Bevölkerung, Spekulationen zu vermeiden und sich auf offizielle Quellen zu stützen. Zugleich werden Zeugen gesucht, die weitere Beobachtungen gemacht haben.
Ausblick
In den kommenden Tagen werden Vernehmungen und die Auswertung der Spuren neue Erkenntnisse bringen. Die Frage, ob es sich um einen Anschlag, eine Amoktat oder einen tragischen Unfall handelt, bleibt vorerst offen. Fest steht: Der Schock sitzt tief – in einer Stadt, die sich noch gut an die friedlichen Montagsdemonstrationen und die bunten Innenstadtfeste erinnert, nun aber ein Bild der Zerstörung erlebt hat.