Laut des "NDR" wehren sich zwei, namentlich bisher unbekannte, Eritreer dagegen in Meharis Buch als Kindersoldaten im Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien dargestellt worden zu sein. Es handelt sich bei den Klägern um eine Frau und einen Mann. Beide fühlen sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

Im Buch wurde geschildert das die Klagenden wie Senait Insassen eines militärisches Ausbildungscamp

für Kinder gewesen seien. Die Buchautorin habe vor allem die eritreische Frau besonders hervorgehoben und als "brutale Kommandantin" bezeichnet und als menschenverachtende Mörderin dargestellt.

Ein Berliner Gericht erließ Strafbefehl gegen Senait Mehari und fordert von ihr eine Zahlung von 9.000 Euro.

Bisher steht der Verlag hinter seiner Autorin. "Die erneute Kampagne gegen Frau Mehari stellt nach diesseitiger Ansicht lediglich den Versuch dar sie mundtot zu machen", hieß es in einer Mitteilung. Damit werde das ernste Thema des Missbrauchs von Kindern in Kriegen und bei politischen Auseinandersetzungen verdrängt und verharmlost. Der Verlag habe im Rahmen außergerichtlicher Verhandlungen Anonymisierungen angeboten.

Ihr Buch gebe "ein Stück Zeitgeschichte wieder". Es sei darum gegangen, Position gegen den Krieg an sich zu beziehen und um "die Sensibilisierung für die Situation von Kindersoldaten, die es unstreitig in Eritrea gegeben hat und bis heute auf der Welt gibt".

Senait Mehari habe seit über einem Jahr die Aussprache mit den Klägern gesucht und sei abgewiesen worden.