Jedes Buch braucht Leser, wenn es fertig ist. Aber dieses kleine Buch hier benötigte Leser schon, bevor es entstanden war, ja: Es hätte ohne die Leser gar nicht entstehen können.“ Mit diesem Satz leitet Axel Hacke sein Buch ein und erklärt im ersten Kapitel „Malcom, You Sexy Thing“ die Genese des kleinen Bandes: Während seiner Tätigkeit als Journalist für die Süddeutsche Zeitung publizierte er in seiner Kolumne einen Beitrag über „das Falschhören von Liedtexten, nicht Besonderes“ – so dachte er jedenfalls. Aber was dann passierte, war unglaublich: Eine Zuschriften-Lawine ungeahnten Ausmaßes erreichte ihn. Weitere Kolumnen folgten, darauf noch mehr Zusendungen aus der ganzen Bundesrepublik… Blieb also nichts anderes, als die anschaulichsten, merkwürdigsten, lustigsten Briefanekdoten zu sammeln und im „Kleinen Handbuch des Verhörens“ zu präsentieren. Et voilà: In den acht Folgekapiteln schreibt der Autor unter anderem über „Schönheit und Schrecken des Verhörens“, „Wie lange es dauern kann, bis sich alles aufklärt“ und „Das unerschöpfliche Verhörpotential der Fremdsprachen“. Wer also wissen möchte, was aus einer Zeile wie „Hänschen klein“ werden kann oder wie die Horrorversion von Madonnas „La Isla Bonita“ klingt, muss dieses Buch lesen. Hervorzuheben sind auch die Buchreferenzen, die Hacke dem Leser zur Vertiefung in die Materie mit auf den Weg gibt. Komplettiert werden die Abschnitte durch liebevoll-witzige Illustrationen des Berliner Malers und Zeichners Michael Sowa.

Auch Verhören lässt sich bildlich darstellen. Wie genau, zeigt das folgende Beispiel:

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