Nach Zahlen des World Gold Council für dieses Jahr besitzen die USA 8.133,5 Tonnen Gold, die Bundesrepublik besitzt 3.395,5 Tonnen, gefolgt vom Internationalen Währungsfonds mit 2.814 Tonnen.
Die Deutsche Bundesbank hat gestern eine Erklärung abgegeben in puncto Bilanzierung der Goldreserven, die sich im Ausland befinden. Zum Beispiel sind Goldbarren in der Bank of England, in der Banque de France und in der Federal Reserve gelagert. Die Bundesbank erhalte jede Jahr eine Bestätigung über den Goldbestand im jeweiligen Bankhaus.
Der Bundesrechnungshof wolle, dass die Barren regelmäßig nachgezählt werden – die Bundesbank vertritt eine andere Ansicht: „Zum einen entspricht der vom Bundesrechnungshof gewünschte Prüfumfang nicht den Usancen zwischen Notenbanken. Zum anderen entsprechen die seit vielen Jahren angewandte Buchinventur und die ergänzenden Bestätigungen der Verwahrstellen den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Mit den vorliegenden Unterlagen und den angewendeten Verfahren ist der Nachweis über die ausgelagerten Goldbestände vollständig und seit Jahrzehnten nachvollziehbar erbracht. Die Vorgehensweise wurde durch alle bisherigen Jahresabschlussprüfer bestätigt, die ausnahmslos ein uneingeschränktes Testat erteilt haben, das jedes Jahr im Geschäftsbericht der Bundesbank veröffentlicht wird“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bundesbank vom 23. Oktober 2012. Drüber hinaus habe der Bundesrechnungshof, der den Jahresabschluss seit einem Jahrzehnt prüfe, die Bilanzierung der Bundesbank bis vor wenigen Tagen zu

keinem Zeitpunkt beanstandet.
„Ungeachtet der bestehenden Rechtsauffassung wird die Bundesbank Anregungen des Bundesrechnungshofs, soweit es möglich ist, aufgreifen. Maßgeblich für Entscheidungen über die Lagerung der Goldbestände bleibt jedoch deren Charakter als Währungsreserve“, steht in der Mitteilung ebenfalls.Die Bundesbank werde weiterhin „Teile der Goldbestände aufarbeiten und überprüfen lassen. Damit können auch partielle Verlagerungen verbunden sein. Damit die Goldbestände ihre Funktion als Währungsreserven erfüllen können, müssten sie im Bedarfsfall ohne logistische Einschränkungen in gängige Reservewährung eingetauscht werden können. Dies ist der Grund für die Lagerung von Teilen der Goldreserven bei Partner-Notenbanken im Ausland“, heißt es abschließend. Demnach würde deutsches Gold weiterhin im Ausland bleiben.